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13. Januar 2014, 11:33 Uhr

Dopingskandal im Baseball

Klinikbesitzer belastet gesperrten Rodriguez schwer

Im Dopingskandal um Alex Rodriguez erhebt Anthony Bosch schwere Vorwürfe gegen den gesperrten Top-Star der New York Yankees. Er habe dem Baseball-Profi persönlich Dopingmittel gespritzt, behauptet der Klinikbesitzer im amerikanischen Fernsehen.

Hamburg - Baseball-Superstar Alex Rodriguez gerät zunehmend unter Druck. Anthony Bosch, Chef der umstrittenen Wellness-Klinik Biogenesis, belastete den Profi der New York Yankees in seinem ersten öffentlichen Interview schwer. "Ich habe ihm die Dopingmittel selbst gespritzt", sagte Bosch in der TV-Sendung "60 Minutes".

Er habe von Rodriguez für die Dopingspitzen monatlich 12.000 Dollar "in bar" erhalten, erklärte Bosch, der im Prozess gegen den 38-Jährigen als Kronzeuge ausgesagt hatte. Rodriguez war am Samstag vom Gericht der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB wegen Dopings für 162 Spiele und damit die gesamte kommende Saison gesperrt worden. Rodriguez, gegen den kein positiver Dopingbefund vorliegt, weist sämtliche Vorwürfe von sich und hatte unmittelbar nach Prozessende angekündigt, in Revision gehen und vor ein Bundesgericht ziehen zu wollen.

Bosch, der in seiner Klinik in Florida rund ein Dutzend MLB-Profis mit Dopingmitteln versorgt haben soll, behauptet, er habe Hunderte SMS und Nachrichten, die seine Anschuldigungen belegen würden. Zudem soll ihm Geld geboten worden sein, um nicht vor Gericht auszusagen. "Ich sollte nach Kolumbien gehen und dafür monatlich 20.000 Dollar bekommen. Bei meiner Rückkehr hätte es weitere 150.000 Dollar gegeben", behauptet Bosch.

ham/sid

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