Dopingskandal im Baseball Klinikbesitzer belastet gesperrten Rodriguez schwer

Im Dopingskandal um Alex Rodriguez erhebt Anthony Bosch schwere Vorwürfe gegen den gesperrten Top-Star der New York Yankees. Er habe dem Baseball-Profi persönlich Dopingmittel gespritzt, behauptet der Klinikbesitzer im amerikanischen Fernsehen.

Yankees-Superstar Rodriguez: 12.000 Dollar pro Monat für Doping?
REUTERS

Yankees-Superstar Rodriguez: 12.000 Dollar pro Monat für Doping?


Hamburg - Baseball-Superstar Alex Rodriguez gerät zunehmend unter Druck. Anthony Bosch, Chef der umstrittenen Wellness-Klinik Biogenesis, belastete den Profi der New York Yankees in seinem ersten öffentlichen Interview schwer. "Ich habe ihm die Dopingmittel selbst gespritzt", sagte Bosch in der TV-Sendung "60 Minutes".

Er habe von Rodriguez für die Dopingspitzen monatlich 12.000 Dollar "in bar" erhalten, erklärte Bosch, der im Prozess gegen den 38-Jährigen als Kronzeuge ausgesagt hatte. Rodriguez war am Samstag vom Gericht der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB wegen Dopings für 162 Spiele und damit die gesamte kommende Saison gesperrt worden. Rodriguez, gegen den kein positiver Dopingbefund vorliegt, weist sämtliche Vorwürfe von sich und hatte unmittelbar nach Prozessende angekündigt, in Revision gehen und vor ein Bundesgericht ziehen zu wollen.

Bosch, der in seiner Klinik in Florida rund ein Dutzend MLB-Profis mit Dopingmitteln versorgt haben soll, behauptet, er habe Hunderte SMS und Nachrichten, die seine Anschuldigungen belegen würden. Zudem soll ihm Geld geboten worden sein, um nicht vor Gericht auszusagen. "Ich sollte nach Kolumbien gehen und dafür monatlich 20.000 Dollar bekommen. Bei meiner Rückkehr hätte es weitere 150.000 Dollar gegeben", behauptet Bosch.

ham/sid



insgesamt 2 Beiträge
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kv29 13.01.2014
1.
Wieso sollte Baseball auch eine Ausnahme sein. Sport und Fair Play - das passt einfach nicht zusammen.
tylerdurdenvolland 14.01.2014
2. So ähnlich zumindest....
Zitat von kv29Wieso sollte Baseball auch eine Ausnahme sein. Sport und Fair Play - das passt einfach nicht zusammen.
Der Profisport in den USA ist in erster Linie ein Business, und das ist natürlich das Gegenteil von Sport. ARod bezahlte einem Arzt 12000 $ im Monat für Spritzen? Bei solchen Beträgen kommt natürlich nur selten was raus, also wird sich am System natürlich nichts ändern. Wegen der Grösse des Marktes kommen Top Leute schon mal auf mehrere 100 Millionen in ihren Karrieren, da lohnt sich so eine "Investition" schon. Die erfolgs-geilen (nicht sport-geilen) Amerikaner und ihre TV Konzerne halten sich an die Regeln. Zur Zeit laufen gerade di NFL Playoffs und wer da fachlich informative und sportlich kritische Kommentataoren erwartet, der kann lange warten. Da gehts um Verkauf, Verkauf und nochmal um Verkauf des Produkts. Gegen Denver waren fünf der besten Gegner schon zur Halbzeit im Krankenhaus und das Spiel war keineswegs unfair.
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