Leichtathletik-WM Klosterhalfen läuft über die 5000 Meter zu Bronze

Sie zählte zu den Favoriten auf eine Medaille und ist den Erwartungen gerecht geworden: Konstanze Klosterhalfen feierte in Doha den nächsten großen Erfolg ihrer Karriere.

Konstanze Klosterhalfen
Oliver Weiken/dpa

Konstanze Klosterhalfen


Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-WM in Doha Bronze über 5000 Meter gewonnen. Die 22-Jährige wurde im Finale Dritte hinter der Kenianerin Hellen Obiri, die ihren WM-Titel verteidigte, und deren Landsfrau Margaret Chelimo Kipkemboi.

Obiri kam in 14:26,72 Minuten ins Ziel und stellte einen neuen WM-Rekord auf. Klosterhalfen brauchte für die 5000 Meter 14:28,42 Minuten. Die Deutsche lief vom Start an in der Spitzengruppe. Als Obiri und Kipkemboi in der Schlussrunde jedoch das Tempo anzogen, musste Klosterhalfen in der letzten Kurve abreißen lassen.

Die Läuferin, die in den USA beim umstrittenen Oregon Project trainiert, war im vergangenen August bereits Deutsche Meisterin geworden. In Berlin lief sie damals in 14:24,76 Minuten deutschen Rekord.

Trainer im umstrittenen Oregon Project war bis vor wenigen Tagen Alberto Salazar. Der Coach wurde wegen Dopingverstößen jedoch für vier Jahre gesperrt. Klosterhalfen wurde nach eigener Aussage jedoch von Pete Julien trainiert und hatte mit Salazar nichts zu tun.

Die Dopingvorwürfe gegen Salazar datieren aus der Zeit, als Klosterhalfen noch nicht in den USA trainierte. Sie ist seit 2018 in Oregon. "Ich freue mich jetzt schon drauf, nach der Saisonpause wieder hin zu gehen und weiter dort zu trainieren", hatte Klosterhalfen bereits vor dem Finale gesagt.

ptz



insgesamt 22 Beiträge
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Affenhauptmann 05.10.2019
1. Typisch
Typisch deutsch: anstatt die Superleistung des Mädels zu würdigen, geht es in 2/3 des Artikels um den umstrittenen Trainer. Konstanze Klosterhalfen wird ständig kontrolliert und es gibt keine Auffälligkeiten - also gratuliert ihr doch einfach mal.
christian-1967 05.10.2019
2. stimme dem Affenhauptmann zu
unverschämt und einfach nur denuziant und ketzerisch. Hier geht es um eine sportliche Höchstleitung einer Athletin und einen tollen Erfolg, der bis dahin unzweifelhaft ist und hier wird vom umstrittenen Oregon Project (wahrscheinlich sowas wie die Area 51 unter den verkrampften Spiegel onilne Autoren) und über einen Trainer gebasht, der erst einmal gar nix damit zu tun hat. Das ist nur unverschämt, respektlos und peinlich. Das war ein tolles Rennen auf das eine Athletin hingearbeitet hat und das gilt es in erster Linie zu würdigen - Basta
konib 05.10.2019
3. @Affenhauptmann und Christian-1967
Den ersten beiden Kommentatoren ist wohl nicht geläufig, dass es in der Trainingsgruppe bewiesenes Doping gab. Zudem ist Konstanze Klosterhalfen zu diesem Projekt gewechselt, als sich der Verdacht schon erhärtet hatte. Da muss man sich solche Fragen und solche Kommentare halt gefallen lassen.
juba39 05.10.2019
4. Wasser in den Wein
"Die Läuferin, die in den USA beim umstrittenen Oregon Project trainiert, ..." Jetzt sollte man wirklich butter bei die Fische geben. Entweder werden ALLE Sportler weltweit gesperrt, die bei dopingverdächtigen Trainern in "umstrittenen" Projekten trainieren, oder man läßt es einfach. Sonst wird Realsatire nur noch zur Farce. Denn mit genau diesen Begründungen sind seit Jahren russische Sportler gesperrt, oder als offizielle Landesteilnehmer von Wettkämpfen ausgeschlossen. Sogar Sportler, die vom obersten Sportgericht (CAS) freigesprochen wurden, aber von best. Sportpolitikern schuldig gesprochen wurden, eben weil sie Russen waren. Dafür darf jemand Weltmeister werden, der schon 3x ertappt wurde, der nächste darf Weltmeister werden, weil er nicht ertappt werden konnte, weil nicht auffindbar bei Kontrollen. Man muß halt nur den richtigen Paß haben. Am besten einen anglophonen.
spon1899 05.10.2019
5.
KoKo on fire. Glückwunsch zur Medaille. Spon scheint persönlich beleidigt, dass keine Dopingprobe von ihr positiv ist.
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