Leichtathletik-DM Klosterhalfen pulverisiert 5000-Meter-Rekord

Konstanze Klosterhalfen hat für das überragende Resultat am ersten Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften gesorgt. Sie verbesserte den 5000-Meter-Rekord um mehr als 15 Sekunden.

Konstanze Klosterhalfen nach ihrem Rekordlauf
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Konstanze Klosterhalfen nach ihrem Rekordlauf


Konstanze Klosterhalfen hat für einen weiteren Paukenschlag gesorgt und ist zum nächsten deutschen Rekord gestürmt. Bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin blieb die 22-Jährige aus Leverkusen über 5000 Meter in 14:26,76 Minuten mehr als 15 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke von Irina Mikitenko aus dem Jahr 1999 (14:42,03).

"Das ist super. Ich wollte schnell laufen und schauen, was geht. Ich bin superhappy, dass das so geklappt hat", sagte Klosterhalfen, die ihre persönliche Bestmarke um fast 25 Sekunden unterbot.

Klosterhalfen hatte sich schon kurz nach dem Start abgesetzt und lief danach ein einsames Rennen. Im Ziel lag sie knapp 53 Sekunden vor der zweitplatzierten Alina Reh (15:19,42).

Ende Juni hatte Klosterhalfen, für die es der erste nationale 5000-Meter-Titel war, den bis dahin ebenfalls von Mikitenko gehaltenen deutschen Rekord über 3000 Meter um mehr als zehn Sekunden auf 8:20,07 Minute gedrückt.

Klosterhalfen, die in Oregon/USA trainiert, hatte zuletzt dreimal in Folge den deutschen Meistertitel über 1500 Meter geholt. Über ihre Paradestrecke ist die 22-Jährige in Berlin am Sonntag nicht am Start. Im Vorjahr hatte Klosterhalfen, die von Leipzigs RB-Manager Oliver Mintzlaff gefördert wird, bei der EM in Berlin Platz vier über 5000 Meter belegt.

Ihre deutlichen Leistungssteigerungen haben allerdings auch Argwohn hervorgerufen. Klosterhalfen hat Dopingandeutungen bisher vehement zurückgewiesen. Ihr Trainingscamp im Nike Oregon Project in Portland geriet allerdings schon häufiger in Verdacht. Dort trainiert unter anderem Großbritanniens Ausnahmeläufer Mo Farah.

Storl immer noch ohne Norm, Lückenkemper verpasst Hattrick

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat derweil seinen neunten Titel bei deutschen Freiluft-Meisterschaften verpasst. Der 29 Jahre alte Leipziger war wegen Rückenbeschwerden verspätet in die Leichtathletik-Saison eingestiegen und kam im Olympiastadion mit 19,77 Metern nur auf Platz drei. Damit verpasste Storl auch erneut die Norm für die WM Ende September in Doha/Katar. Meister wurde Simon Bayer vom VfL Sindelfingen mit 20,26 Metern.

Die Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hatten allerdings bereits vor dem Wettkampf klargemacht, dass Storl bis zum internationalen Nominierungsschluss am 6. September Zeit bekommt, die Qualifikationsweite von 20,70 Meter noch zu erbringen.

Michael Pohl und Tatjana Pinto haben sich die Titel über die prestigeträchtigen 100 Meter gesichert. Pohl setzte sich bei den Männern überraschend in 10,27 Sekunden vor Titelverteidiger Kevin Kranz (10,29) und dem deutschen Rekordhalter Julian Reus (10,30) durch, bei den Frauen gewann Pinto in deutscher Jahresbestleistung mit 11,08 Sekunden.

Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper verpasste als Zweite ihren Titel-Hattrick. Die 22-Jährige setzte sich nach 11,20 Sekunden knapp gegen die Drittplatzierte Malaika Mihambo durch (11,21). Die Weitsprung-Expertin peilt in Doha einen Doppelstart an.

aha/sid/dpa



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timtom2222 03.08.2019
1.
Gratulation! Super Leistung. Ich persönlich würde gut finden wenn die Weltrekord Zeiten auch erwähnt würden.
schehksbier 03.08.2019
2. Wie von einem anderen Stern
lief die spindeldürre Läuferin, machte während der 5000 m nie den Eindruck, als wäre das mit Anstrengung verbunden, und dann mal eben die eigene Bestleistung um fast 25 sec unterboten! Was doch so ein Trainingslager bewirken kann - oder benutzt sie die gleiche Zahnpasta, die einen deutschen Langstreckenläufer vor etlichen Jahren auch schneller machte? Die Vorstellung machte schon sehr staunen...
zweitakterle 03.08.2019
3. Wenn sie dann...
erst mal so läuft, wie sie strahlt.......unschlagbar !!
Franky1234 03.08.2019
4. Im Kurztriathlon...
...lief die Siegerin Laura Lindemann 15:24, nur 4 sek langsamer als die zweite der Deutschen 5000m Bahn-Meisterin...und das nach 750m Schwimmen und 20km Radfahren....war die Triathlonstrecke zu kurz oder ist Lindemann so gut?
Kleinunternehmer 03.08.2019
5.
Zitat von schehksbierlief die spindeldürre Läuferin, machte während der 5000 m nie den Eindruck, als wäre das mit Anstrengung verbunden, und dann mal eben die eigene Bestleistung um fast 25 sec unterboten! Was doch so ein Trainingslager bewirken kann - oder benutzt sie die gleiche Zahnpasta, die einen deutschen Langstreckenläufer vor etlichen Jahren auch schneller machte? Die Vorstellung machte schon sehr staunen...
Wer sie und ihre Leistungen über die Jahre beobachtet hat, für den ist diese Zeit sehr gut, aber keine Überraschung. KoKo war schon immer ein echtes Jahrhunderttalent. Die 5000m ist sie vorher so gut wie nie gelaufen, entsprechend ist die alte Zeit einzuordnen. Und wenn man den alten Lauf gesehen hat: dort versucht sie Hannah Klein zur Normerfüllung zu ziehen und läuft erst die letzten 2k dann mit 2:50/km. Also, Zahnpasta benötigt diese Frau noch sehr lange nur für ihr symaptisches Lächeln.
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