NBA-Allstar Kristaps Porzingis Dallas hat ein neues Einhorn

Die Dallas Mavericks haben mit Kristaps Porzingis einen einzigartigen Spieler verpflichtet. Die Kombination mit Luka Doncic weckt bereits Erinnerungen an Dirk Nowitzki und Steve Nash vor 20 Jahren.

Kristaps Porzingis
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Sieben NBA-Spieler haben bei einem spektakulären Trade zwischen den Dallas Mavericks und den New York Knicks die Klubs gewechselt. Ein Zugang der Mavs sticht aber heraus - nicht nur wegen seiner Körpergröße: der 2,21 Meter große Power Forward Kristaps Porzingis. Der Lette soll im Team von Dirk Nowitzki Teil einer neuen Ära sein - der Trade birgt aber auch ein Risiko.

Dallas hat seit dem Titelgewinn 2011 kein Team mehr zusammenstellen können, das um die Meisterschaft mitspielen konnte. Porzingis könnte nun der nächste, wichtige Baustein auf dem Weg zurück an die Spitze sein. Vor der Saison verpflichteten die Mavericks Luka Doncic, einen 19-jährigen slowenischen Spielmacher. Der Rookie, der zuvor bei Real Madrid gespielt hatte, legt pro Spiel etwa 20 Punkte und jeweils mehr als fünf Rebounds und Assists auf, was vor ihm nur ein Teenager in seiner ersten NBA-Saison geschafft hat: LeBron James.

So besonders wie ein Einhorn

Porzingis ist körperlich hoch aufgeschossen, aber trotzdem sehr flink und mit einer guten Sprungkraft ausgestattet. Seine Dunks und Blocks sind spektakulär, außerdem verfügt er über einen gefährlichen Distanzwurf. In der vergangenen Saison kam er auf 22,7 Punkte pro Spiel und wurde zum Allstar gewählt. Aufgrund der außergewöhnlichen Kombination seiner Fähigkeiten gab ihm Superstar Kevin Durant den Spitznamen "Unicorn" - zu deutsch: Einhorn.

Nach Porzingis' Ankunft in der NBA wurde er wegen seiner europäischen Herkunft und seiner Spielweise mit Nowitzki verglichen. Dieser sagte dazu: "Er ist viel besser als ich mit 20. Der Vergleich ist wahrscheinlich unfair für ihn."

Porzingis ist der ideale Partner für Doncic, der im Spielaufbau brilliert. Überall auf dem Spielfeld muss Porzingis gedeckt werden. Die Gravitation, die er auf gegnerische Verteidiger ausübt, wird den Mavericks neue Möglichkeiten im Angriff eröffnen. Das Duo erinnert noch vor der ersten gemeinsamen Spielminute an Steve Nash und Nowitzki, die von 1998 bis 2004 gemeinsam in Dallas spielten. Die Vorstellung, mit Doncic gemeinsam zu spielen, scheint Porzingis bereits zu gefallen.

Die Knicks haben große Pläne

Porzingis war der vielversprechendste Spieler, den die Knicks seit Patrick Ewing hatten. Dennoch ist die Entscheidung, ihn abzugeben, durchaus plausibel. Kurz zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass Porzingis seinem alten Team gegenüber Unzufriedenheit geäußert hatte.

Außerdem wurde im Zuge des Trades viel Gehaltsspielraum frei. Nach der aktuellen Saison werden mehrere Spitzenspieler vertragslos, allen voran Kevin Durant und Kyrie Irving. Über ein Interesse der Knicks wird schon seit Längerem berichtet. Solche Fantasien gab es in New York jedoch schon oft - wahr wurden sie bislang fast nie.

Doch auch für die Mavericks ist der Trade nicht ohne Risiko. Kurz nach seiner Ernennung zum Allstar erlitt Porzingis 2018 einen Kreuzbandriss. Momentan befindet er sich noch immer in der Reha. Von 246 Saisonspielen verpasste er in seinen ersten drei Jahren 60 - das ist jedes Vierte.

Zudem läuft sein Vertrag nach Saisonende aus. Dallas hat zwar das Vorrecht, ihn für mindestens ein weiteres Jahr zu verpflichten. Porzingis könnte sich 2020 jedoch für ein anderes Team entscheiden und die Mavericks mit leeren Händen zurücklassen. "Wir hätten den Deal nicht gemacht, wenn wir gedacht hätten, dass er gehen würde", sagte Nowitzki.

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heindeburk 03.02.2019
1. Pseudo-Insiderstil
Kann der Autor die "technical terms" der NBA in eine interessantere und verständlichere Sprache verwandeln? Das würde der Sportart mehr nutzen als sein Pseudo-Insiderstil
markniss 03.02.2019
2. Schwierig
Zitat von heindeburkKann der Autor die "technical terms" der NBA in eine interessantere und verständlichere Sprache verwandeln? Das würde der Sportart mehr nutzen als sein Pseudo-Insiderstil
Ausnahmsweise muss ich hier mal einen Autor in Sachen US-Sport in Schutz nehmen: Der Bericht ist schon extrem einfach verfasst, um dem Nicht-Fachmann die wichtigsten Infos zu übermitteln -- und dabei nicht mal falsch, was hier selten ist... Über Trades, Salary Caps, Player- und Team-Options, Free Agency (restricted oder nicht) usw. in NBA und NFL könnte man locker ein paar Bücher schreiben, denn das Thema ist in etwa so komplex wie das deutsche Steuersystem. Welche Frage haben Sie denn? Dann kann ich vielleicht helfen?
ilmoran 03.02.2019
3.
Zitat von heindeburkKann der Autor die "technical terms" der NBA in eine interessantere und verständlichere Sprache verwandeln? Das würde der Sportart mehr nutzen als sein Pseudo-Insiderstil
Sorry, aber ich kann da keine unangemesse Sprache erkennen. Dunks, Blocks, etc. sind Grundbegriffe. Man kann ja auch nicht bei jedem Artikel über Fußball vor der Verwendung des Begriffs "Abseits" bei Adam und Eva anfangen, weil eine gänzlich unwissende Person den Artikel lesen könnte.
Trollflüsterer 03.02.2019
4.
Heiliger Bimbam, ist der Junge gut! Eine echte Dunk Maschine. Der macht Dunks wie "normale" Menschen Korbleger. Man kann ihm und der Basketball Welt nur wünschen, dass er gesund bleibt, seinen Körper in den Griff bekommt, und eine normale Basketballer Entwicklung hinlegen kann, ohne größere Verletzungen. Dann wird die Welt noch viel Freude an ihm haben. Und wenn der noch dann auch noch eine Dreier Maschine wird, die Anlagen scheinen vorhanden, dann gute Nacht Gegner.
Trollflüsterer 03.02.2019
5.
Zitat von heindeburkKann der Autor die "technical terms" der NBA in eine interessantere und verständlichere Sprache verwandeln? Das würde der Sportart mehr nutzen als sein Pseudo-Insiderstil
Was ist denn jetzt wieder nicht richtig?! Der Artikel ist auch für völlig unbedarfte geschrieben, das hier ist keine Basketball Seite sondern SPON. Zudem sehe ich nichts, was an dem Artikel zu kritisierten wäre. Mal wieder Sonntag und ein wenig Medien Schelte musste wohl sein.
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