Kritik an Kahn und Schumacher "So wichtig wie Aliens"

Günther von Lojewski, Chef der Medienkommission des Deutschen Sportbundes DSB, hat schwere Kritik an Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher und Nationaltorhüter Oliver Kahn geübt. Die Großverdiener hätten den Breitensport verraten - und eine Bedeutung wie Außerirdische.

Hamburg - "Sie mögen Weltmeister sein und werden. Hoffnungsträger für die Idee und die Ideale des Sports sind sie nicht", schreibt Lojewski in der Aprilausgabe des Politikmagazins "Cicero". "Sie gefallen, weil sie Erfolg haben, reich und von den Schönen der Nacht verfolgt sind", so der DSB-Funktionär. Im Übrigen seien diese Erfolgssportler "so wichtig wie Aliens".

Schumacher oder Kahn hätten den Breitensport in seiner sozialen Funktion verraten. Der Kommerz habe in einer jahrelangen Fehlentwicklung den Sport in Arm und Reich gespalten. Jeder neue "Skandal" sei dafür ein Beweis mehr. "Unser ebenso regelmäßiges wie jähes Entsetzen aber verrät, wie hartnäckig wir bis heute die Augen verschlossen haben und wie überfällig es ist, die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Wo Geld im Spiel ist, wird immer geschmiert, je mehr, desto ärger", so Lojewski.