Ex-Radstar verhindert Prozess Armstrong kauft sich aus 100-Millionen-Dollar-Klage frei

Die US-Regierung hatte vom ehemaligen Radprofi Lance Armstrong knapp 100 Millionen Dollar gefordert. Der Dopingbetrüger einigte sich nun mit der Anklage - auf eine deutlich geringere Summe.
Lance Armstrong

Lance Armstrong

Foto: Andy Kropa/ dpa

Ex-Radprofi Lance Armstrong bezahlt nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien eine Summe von fünf Millionen Dollar an die US-Regierung, um einem Schadensersatzprozess zu entgehen.

Wie die "Washington Post" und die "New York Times" berichteten , wurde der Deal vom US-Justizministerium erzielt. In dem Prozess gegen den geständigen Doper Armstrong wäre es um fast 100 Millionen Dollar (rund 80,7 Millionen Euro) Schadensersatz gegangen. Der Prozess sollte nach Informationen des Internetportals cyclingnews.com am 7. Mai in Washington  beginnen.

Die US-Regierung hatte die knapp 100 Millionen Dollar von Armstrong gefordert, da die Manipulation des 46-Jährigen zu Lasten des US-Postunternehmens US Postal Service gegangen sei. Zwischen 1996 und 2004 war das halbstaatliche Unternehmen Hauptsponsor und Namensgeber von Armstrongs Team gewesen.

Neben dem US-Justizministerium hatte auch der ehemalige Armstrong-Teamkollege Floyd Landis wegen Betruges geklagt. Den Berichten zufolge stimmte Armstrong zu, neben den fünf Millionen auch 1,65 Millionen US-Dollar an Landis zu bezahlen, um dessen Rechtskosten zu decken.

Die US-Anti-Doping-Agentur hatte Armstrongs Vergehen 2012 aufgedeckt. Ihm wurden lebenslang alle Sportaktivitäten untersagt und alle sieben Siege bei der Tour de France zwischen 1999 und 2005 aberkannt. 2013 gestand Armstrong, gedopt zu haben.

In zahlreichen Schadensersatzprozessen verlor er seither bereits rund 20 Millionen Dollar. Kürzlich schrieb Armstrong sein Haus in Texas für 7,5 Millionen US-Dollar zum Verkauf aus. Die jetzt erzielte Einigung beendet nach Angaben der "Washington Post" das letzte Verfahren, das gegen Armstrong anhängig war.

Video: Heute schon gedopt? - Umfrage bei Radprofis (2012)

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mru/mon/AP/rtr/dpa
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