Cheptegei mit Weltrekord über zehn Kilometer Viel Spaß, Mo Farah

Bahnweltmeister ist er schon, nun hat Joshua Cheptegei mit einem Weltrekord über zehn Kilometer auf der Straße nachgelegt. Es ist eine Ansage an Rückkehrer Mo Farah.

Joshua Cheptegei wurde bei Olympia 2016 noch Sechster über 10.000 Meter, jetzt ist er der Star über die Distanz
REUTERS/Lucy Nicholson

Joshua Cheptegei wurde bei Olympia 2016 noch Sechster über 10.000 Meter, jetzt ist er der Star über die Distanz


Joshua Cheptegei aus Uganda hat in Valencia den Weltrekord im 10-Kilometer-Straßenlauf gebrochen. Der Bahnweltmeister von Doha über 10.000 Meter lag in 26:38 Minuten sechs Sekunden unter der bisherigen Bestmarke des Kenianers Leonard Komon aus dem Jahr 2010. Der Bahn-Weltrekord des Äthiopiers Kenenisa Bekele steht seit 2005 bei 26:17,53 Minuten.

Cheptegei krönte damit ein überragendes Jahr, in dem er Cross-Weltmeister in Dänemark wurde und im September WM-Gold im Stadion holte. Den Straßen-Weltrekord über 15 Kilometer hatte er sich bereits 2018 gesichert.

Der 23-Jährige gilt als einer der Topkandidaten auf den Olympiasieg in Tokio im kommenden Jahr. Mo Farah wird dort zu seinen Gegnern gehören. Am Freitag hatte der 36-Jährige sein Bahn-Comeback bei den Sommerspielen in Japan angekündigt. "Hoffentlich habe ich nicht meinen Speed verloren. Ich werde hart trainieren und schauen, was ich ausrichten kann." Er werde sich auf die 10.000 Meter konzentrieren.

Mo Farah beim London-Marathon 2018
Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Mo Farah beim London-Marathon 2018

Zuletzt war der Olympiasieger von 2016 (10.000 Meter) und 2012 (5000 Meter) im Marathon auf der Straße aktiv. Dort gewann er zwar den Chicago-Marathon 2018 in europäischer Rekordzeit (2:05:11 Stunden), sein eigentliches Ziel verpasste Farah allerdings: Er wollte die Dominanz von Eliud Kipchoge im Marathonsport brechen.

Während Kipchoge im Oktober in einem Laborversuch als erster Mensch unter zwei Stunden die 42,195 Kilometer zurücklegte, konnte sich Farah in dieser Saison nicht steigern - beim London-Marathon im Frühjahr kam er nach 2:05:39 Stunden ins Ziel und wurde Fünfter; beim Marathon in Chicago Mitte Oktober lief er eine für ihn enttäuschende Zeit von 2:09:58 Stunden. In dieser Form wäre Farah beim Olympia-Marathon in Japan - der aufgrund der etwas kühleren Temperaturen in Sapporo ausgetragen wird - nur Außenseiter im Kampf um die Medaillen gewesen.

Auf der Bahn dürfte es für ihn angesichts der Leistungen von Joshua Cheptegei jedoch nicht einfacher werden.

jan



insgesamt 2 Beiträge
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g.s-sanet 01.12.2019
1. Mal sehen,
ob Farah wohl ohne den gesperrten Salazar wieder zu seiner damaligen Dominanz zurückfindet?? Ein Schelm wer hier Hintergedanken hat.
Bärwurz 1412 02.12.2019
2. Das unsportliche Nachtreten des SPON
hat schon Tradition. Bekannt als Bayernhater wird das Kriegsfeuer so lange, wie möglich am Lodern gehalten. Natürlich immer unter dem Deckmäntelchen einer sportlichen Analyse.
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