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02. Dezember 2016, 18:37 Uhr

Leichtathletik

Adidas und Weltverband beenden vorzeitig Partnerschaft

Weiterer Rückschlag für den kriselnden IAAF: Der Leichtathletik-Weltverband muss in Zukunft auf Werbeeinahmen von Adidas verzichten. Das Unternehmen will künftig verstärkt individuell mit Athleten zusammenarbeiten.

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas und der Leichtathletik-Weltverband IAAF werden ihre Partnerschaft "in beiderseitigem Einvernehmen" vorzeitig zum Jahresende 2016 beenden. Dies teilte das Unternehmen einen Tag vor dem Sonderkongress der IAAF in Monte Carlo mit. Der Vertrag hatte ursprünglich noch eine Laufzeit bis 2019.

In einer offiziellen Mitteilung gab der deutsche Sportartikelhersteller bekannt, er wolle der Leichtathletik weiter eng verbunden bleiben, aber als Teil seiner Geschäftsstrategie in Zukunft einen größeren Fokus darauf legen, individuell mit den Athleten zusammenzuarbeiten. Das vorzeitige Ende des seit 2008 laufenden Vertrages hätte nichts mit der Korruptionsaffäre der IAAF um den früheren Präsidenten zu tun.

Zu den Partnern von Adidas in der Leichtathletik gehören unter anderen die Olympiasieger Wayde van Niekerk (400 Meter), der Kenianer David Rudisha (800 Meter) und Tori Bowie aus den USA (4x100 Meter) sowie die dreifache Gewinnerin des New York Marathons Mary Keitany aus Kenia und Marathon-Weltrekordhalter Dennis Kimetto.

Die englische BBC hatte schon Anfang des Jahres davon berichtet, dass Adidas einen Ausstieg aus dem Sponsorenvertrag mit dem IAAF erwäge. Das deutsche Unternehmen galt lange Zeit als einer der wichtigsten Werbepartner des Leichtathletik-Weltverbands. Laut BBC wurde der ursprüngliche Sponsorenvertrag im November 2008 auf elf Jahre geschlossen und umfasste ein Volumen von umgerechnet 7,4 Millionen Euro jährlich.

lst/dpa

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