Leichtathletik Olympiasieger Kiprop bekommt vierjährige Dopingsperre

Vor eineinhalb Jahren war der kenianische Läufer Asbel Kiprop des Epo-Gebrauchs überführt worden. Nun wurde er für vier Jahre gesperrt, was vermutlich sein Karriereende bedeutet.

Aspel Kiprop posiert mit seiner Goldmedaille nach seinem WM-Sieg 2015 über 1500 Meter.
Ng Han Guan / AP

Aspel Kiprop posiert mit seiner Goldmedaille nach seinem WM-Sieg 2015 über 1500 Meter.


Der kenianische Mittelstreckenläufer Asbel Kiprop ist wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Das teilte die Athletics Integrity Unit am Samstag mit. Demnach beginnt die Sperre rückwirkend am 3. Februar 2018 - damals war der Leichtathletik-Star vorläufig suspendiert worden. Ende 2017 war bei einem Test das Blutdopingmittel Epo bei Kiprop festgestellt worden.

Theoretisch darf Kiprop ab Februar 2022 wieder laufen. Für den 29-Jährigen bedeutet die Vierjahressperre aber vermutlich das Ende seiner Karriere. Zu dem Zeitpunkt wird er 32 Jahre alt sein - ein Alter, in dem Läufer nur selten noch erfolgreich sind. Kiprop hat in seiner Laufbahn neben dem Olympiasieg 2008 über 1500 Meter in Peking dreimal (2011, 2013 und 2015) die Weltmeisterschaft über die gleiche Distanz gewonnen.

Seit 2004 sind 138 kenianische Leichtathleten positiv auf Doping getestet worden. Kiprop gehört zu den prominentesten Sportlern, die dabei überführt wurden. Gegen die Vorwürfe wehrte sich Kiprop nach seinem positiven Test nicht, beteuerte aber dennoch seine Unschuld. "Es hat keinen Sinn, den Kampf fortzusetzen, um meinen Namen reinzuwaschen ohne die Unterstützung meiner Manager, meines Verbandes und der Regierung", hatte Kiprop 2018 gesagt. Nach eigener Aussage konnte er sich damals die Rechtskosten der Verteidigung nicht leisten.

mrk/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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josef2018 20.04.2019
1. Wenn
er vernünftig mit seinen Siegprämien umgeht ist er in Kenia trotzdem ein kleiner König. Somit hat sich der Betrug doch gelohnt, während seinen Konkurrenten viel genommen wurde. Wobei die Frage dann wäre, ob schon der 2. dann ungedopt ins Ziel kam. Beim Gewichtheben der Frauen bekam nachträglich die 4., Lydia Valentin Gold nachgereicht von den Spielen 2012. Es lebe der Spocht.
ogoehni 20.04.2019
2. Weis
man, dass kenianische Athleten mit Doping sich ihr Leben finanzieren. Es ist auch ein Staatsdoping, wie in Rußland. Mehr als skeptisch bin es bei den immensen Leistungssprünge britischer Athleten. Jeder zweite Jamaikaner soll ein Supersprinter sein? Im Winter -und Radsport gibt es ja immer wieder genügend Vorfälle. Warum wir gegenüber Norwegen so naiv sind, wo fast alle Spitzenathleten Asthmamittel brauchen. Als Sportfan beobachte leider den Leistungssport mit vielen Fragezeichen.
tairen 21.04.2019
3. 4 Jahre? Lachhaft
Ich finde Doping darfen im Sport nicht toleriert werden. Wenn Doping eindeutig nachgewiesen ist - ich rede hier nicht von einer falsche Kopfschmerztablette oder so- dann muss der Sportler lebenslang gesperrt werden und all seine Titel verlieren. Das ist die einzige Möglichkeit um dieser Seuchen irgendwie Herr zu werden. Aber wahrscheinlich wäre es einfacher alle Sportler zu dopen, als auf sauberen Sport zu hoffen.
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