Leichtathletik Busemann mit Medaillenchancen

Besser als erwartet ist Deutschlands Zehnkampf-Hoffnung in den Wettkampf gestartet. Auch die meisten der anderen DLV-Athleten konnten mit ihren Leistungen in den Vorkämpfen zufrieden sein.


Kein Grund zur Panik: Frank Busemann kann mit Auftakt des Zehnkampfwettbewerbs zufrieden sein
DPA

Kein Grund zur Panik: Frank Busemann kann mit Auftakt des Zehnkampfwettbewerbs zufrieden sein

Sydney - Deutschlands Zehnkampf-Star Frank Busemann darf bei in Sydney auf eine Medaille spekulieren. Der Olympia-Zweite von Atlanta hatte nach drei Disziplinen (2611 Punkte) Kurs auf 8500 Zähler eingeschlagen, belegte damit Platz sechs und wies nur 54 Punkte weniger auf als auf dem Weg zur WM-Bronze 1997 in Athen. Dort hatte der Dortmunder seinen bis dato letzten internationalen Wettkampf absolviert.

Ohne Probleme hatte zuvor Kugelstoß-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss (Neubrandenburg) mit 18,90 m die Qualifikation überstanden: "Ich habe nichts gesehen, was mich beunruhigt hätte." Ihre große Herausforderin Larissa Peleschenko, bislang einzige 21-m-Stoßerin in diesem Jahr, qualifizierte sich mit 19,08 m für das Finale. Nach Problemen in der Vorbereitung machte auch die WM-Zweite Nadine Kleinert-Schmit (Magdeburg) den Endkampf perfekt.

Als vierte Medaillenkandidatin gesellte sich nach der Hammerwurf-Qualifikation Kirsten Münchow dazu. Die deutsche Rekordhalterin aus Frankfurt war mit 67,64 m Beste ihrer Qualifikationsgruppe und kann nach dem Dopingfall von Rumäniens Weltrekordlerin Mihaela Melinte durchaus ein Wort im Kampf um Bronze mitreden. Weltmeisterin Melinte war bei einer Trainingskontrolle in Italien positiv auf das Anabolikum Nandrolon getestet worden und wurde von Offiziellen an der Wettkampfstätte aufgefordert, die Anlage zu verlassen.

Während Europameister Damian Kallabis (Berlin) als einer von vier Zeitschnellsten mit Problemen den Vorlauf über 3000 m Hindernis überstand, kam für Petra Wassiluk im 10.000-m-Vorlauf das Aus. Die deutsche Meisterin aus Darmstadt enttäuschte in 33:23,03 Minuten und war absolut chancenlos.

"Halbzeit-Weltmeister" Chris Huffins (2773) hatte wie erwartet im Zehnkampf die Führung übernommen. Der große Favorit, Tschechiens Weltrekordler und Weltmeister Tomas Dvorak, litt unter Leistenproblemen und lag als Vierter nur 51 Zähler vor Busemann. Bei seinem Weltrekord 1999 in Prag hatte er zum vergleichbaren Zeitpunkt schon 238 Punkte mehr. Nicht zufrieden sein konnte Stefan Schmid (Karlstadt). Der WM-Siebte von 1997 bewegte sich auf Niveau 8300 Punkte und büßte wichtige Zähler im Weitsprung (7,17 m) ein. Ähnlich schwer tat sich Mike Maczey (Zehnkampf Welle Schleswig), der im Bereich von 8100 lag.



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