Marathon-Star Verband bestätigt Dopingsperre für Jeptoo

Im vergangenen Jahr gewann sie die Läufe in Boston und Chicago, nun ist Marathon-Star Rita Jeptoo wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. In Russland breitet sich der Doping-Skandal weiter aus, erneut wurden zwei Sportlerinnen gesperrt.

Marathonläuferin Jeptoo: Wegen Dopings gesperrt
REUTERS

Marathonläuferin Jeptoo: Wegen Dopings gesperrt


Hamburg - Die Weltklasse-Marathonläuferin Rita Jeptoo ist vom kenianischen Verband wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Ihr Heimatverband sah in seinem Urteil alle Verfahrensregeln erfüllt und hält die Sperre für gerechtfertigt. Jeptoo hatte im Vorjahr die hochkarätigen Läufe in Boston und Chicago gewonnen.

Die 33-Jährige war nach einer Trainingskontrolle im September der Einnahme des Blutdopingmittels Epo überführt worden. Jeptoo bestritt Doping und ließ die B-Probe öffnen, doch auch die fiel positiv aus. Die Sperre gilt ab dem 30. Oktober 2014 und läuft bis zum 29. Oktober 2016, verkündete der kenianische Leichtathletik-Verband.

Jeptoo ist eine der bestimmenden Läuferinnen der vergangenen Jahre. Sie hat dreimal den Boston- und zweimal den Chicago-Marathon gewonnen und hatte sich die Gesamtwertung der World Marathon Majors der Saison 2013/2014 gesichert. Dieser Titel wurde ihr aberkannt.

Weitere Doping-Sperren in Russland

In Russland zieht der Doping-Skandal unterdessen weitere Kreise: Die russischen Leichtathletik-Stars Julija Saripowa und Tatjana Tschernowa sind von der nationalen Anti-Doping-Agentur Rusada gesperrt worden. 3000-Meter-Hindernis-Olympiasiegerin Saripowa wurde rückwirkend vom 25. Juli 2013 an für zweieinhalb Jahre und Ex-Siebenkampf-Weltmeisterin Tschernowa vom 22. Juli 2013 an für zwei Jahre gesperrt. Beiden Sportlerinnen wurden zudem mehrere Titel aberkannt. Noch offen ist, ob Saripowa auch ihr Olympia-Gold von 2012 in London verliert.

Erst vergangene Woche hatte Rusada mehrere Geher wegen der Einnahme unerlaubter Substanzen bestraft. Leichtathletik-Nationaltrainer Valentin Maslakow hatte nach den Dopingsperren seinen Rücktritt erklärt. Sportminister Witali Mutko forderte nun weitere Konsequenzen im russischen Leichtathletikverband. Verbandschef Valentin Balachnitschew soll sich bereit erklärt haben, bei einer Präsidiumssitzung am 17. Februar zurückzutreten.

mrr/dpa/sid



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.