Leichtathletik Dopingsünderin Dos Santos wollte sich umbringen

Wegen wiederholten Dopingmissbrauchs wurde die Brasilianerin Fabiane Dos Santos vor kurzem lebenslang gesperrt. Anscheinend konnte die 800-Meter-Läuferin mit diesem Makel nicht leben.


Fabianne Dos Santos
AFP

Fabianne Dos Santos

Brasilia - Wie der spanische Manager von Dos Santos, Miguel Mostoza, mitteilte, habe die 24-Jährige am Dienstag versucht sich umzubringen. Dos Santos habe eine Überdosis Schlaftabletten zusammen mit Alkohol eingenommen.

Mostoza, der die Brasilianerin in ihrer Madrider Wohnung bewusstlos aufgefunden hatte, vermutet, dass Dos Santos sterben wollte, weil sie ihre lebenslange Sperre als unerträgliche Schande empfunden habe. Die Weltklasseläuferin, deren Zustand den Umständen entsprechend gut sein soll, befindet sich derzeit in psychologischer Behandlung.

Dos Santos, die beim letzten Golden-League-Meeting vor der WM in Monte Carlo fast Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Mutola (Mosambik) geschlagen hatte, war am 1. Mai beim Grand-Prix-Meeting in Rio de Janeiro der Einnahme des anabolen Steroids Testosteron überführt worden.

Da sie bereits 1995 positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet worden war, galt sie als Wiederholungstäterin und war gemäss den Statuten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF auf Lebenszeit gesperrt worden.



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