Leichtathletik-EM Experten hegen Dopingverdacht

Das Thema Doping stand während der Tour de France mehr im Mittelpunkt des Interesses als der Sport. Das gleiche könnte nun auch bei der Leichtathletik-EM in Schweden passieren. Eine spanische Zeitung berichtet, dass dort unerlaubte Mittel im Umlauf sein sollen.


Göteborg - Experten hegen nach einem Artikel des Blattes "El País" den Verdacht, dass zahlreiche Leichtathleten gedopt sind. Von dem Blutdopingmittel Epo seien kleine Dosen im Umlauf, die bei den Dopingtests nicht nachgewiesen werden könnten, aber hochwirksam seien, berichtet die Zeitung heute.

Athleten in Göteborg: Unter Beobachtung
DPA

Athleten in Göteborg: Unter Beobachtung

Ein besonderer Verdacht bestünde gegen russische Läuferinnen. Bei den Dopingexperten gelte Russland als wichtigstes Land, in dem Epo problemlos zu erhalten sei, so "El País". Außerdem stütze sich der Verdacht auf die Topleistungen russischer Athletinnen wie die der Europameisterin über 10.000 Meter, Inga Abitowa, die ihre persönliche Bestmarke um mehr als eine Minute verbessert habe.

"Und das war noch gar nichts", zitierte das Blatt einen spanischen Trainer. "Wir werden noch erleben, was die Läuferinnen über 400, 800, 1500 und 5000 Meter zu bieten haben." Die spanische 800-Meter-Läuferin Mayte Martínez sagte der Zeitung: "Sie (Die Russinnen) sind wie von einer anderen Welt."

pav/dpa



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