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Leichtathletik-EM: Goldener Tag für den DLV

Foto: CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Leichtathletik-EM Przybylko springt über 2,35 Meter zu Gold

Was für ein Leichtathletik-Spektakel im Olympiastadion: Mateusz Przybylko hat sich den Europameistertitel im Hochsprung gesichert. Der Deutsche Meister überwand als einziger die Höhe von 2,35 Meter.

Der deutsche Hochsprung-Meister Mateusz Przybylko hat bei der Leichtathletik-EM in Berlin überraschend Gold geholt. Der 26 Jahre alte Leverkusener übersprang im Olympiastadion 2,35 m im ersten Versuch. Silber ging an den Weißrussen Maxim Nedasekau (2,33), Bronze an Ilja Iwanjuk aus Russland (2,31). Przybylko versuchte sich danach noch einmal vergeblich an der neuen deutschen Rekordhöhe von 2,38 m.

24 Stunden nach Bronze durch Marie-Laurence Jungfleisch war es die zweite Hochsprung-Medaille für das deutsche Team bei den Heim-Titelkämpfen. Przybylko ist der zweite deutsche Hochsprung-Europameister nach Dietmar Mögenburg (1982). Eike Onnen, vor zwei Jahren EM-Dritter, kam mit 2,19 m auf Platz acht.

"Ich bin heiß wie Frittenfett", kündigte Przybylko bereits vor dem Finale an. "Wenn die Leute mitklatschen, kann ich mich fokussieren. Das gibt mir noch mehr Adrenalin. Ich will immer höher springen - bis zum Himmel."

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Und der selbstbewusste gebürtige Bielefelder präsentierte sich auch in Berlin ganz nervenstark. Nur Iwanyuk aus Russland und Przybylko meisterten die ersten drei Höhen jeweils gleich im ersten Versuch.

Der potenziell größte Gegner konnte dabei gar nicht erst an den Start gehen. Wegen Verletzung der Anti-Doping-Regeln hatte der russische Weltklasse-Hochspringer Danil Lyssenko sein Startrecht als neutraler Athlet vor der EM verloren. Der Weltverband IAAF begründete dies damit, dass der 21 Jahre alte Hallenweltmeister nicht über seine täglichen Aufenthaltsorte für mögliche Dopingtests in der Trainingsphase informiert hatte.

aha/sid