Leichtathletik Vier Jahre Sperre für Doping-Ersttäter

Der Leichtathletik-Weltverband wird Sportler, die zum ersten Mal zu unerlaubten Mitteln greifen, künftig wieder härter bestrafen. Überführte Doping-Ersttäter sollen ab 2015 eine Sperre von vier Jahren erhalten.

Symbolfoto: Gedopte Leichtathleten können künftig länger gesperrt werden
DPA

Symbolfoto: Gedopte Leichtathleten können künftig länger gesperrt werden


Hamburg - Leichtathleten, die zu Dopingsubstanzen greifen, müssen künftig mit langen Sperren rechnen. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wird des Dopings überführte Ersttäter ab 2015 wieder für vier Jahre von Wettbewerben ausschließen. Das gab die IAAF im Vorfeld der am Samstag beginnenden Weltmeisterschaften in Moskau bekannt.

"Der neue Wada-Code, der am 1. Januar 2015 in Kraft tritt, spiegelt unsere Verpflichtung wider, härtere Strafen zu verhängen", teilte die IAAF mit.

Derzeit beträgt die Strafe für Ersttäter noch zwei Jahre, dementsprechend verpassen überführte Sünder momentan keinen kompletten olympischen Zyklus. Die IAAF hatte die Dauer der Sperren 2004 im Einklang mit den Wada-Bestimmungen halbiert. Bei der WM in Moskau (10. bis 18. August) will die IAAF neue Maßstäbe in Sachen Doping-Kontrollen setzten.

"Die IAAF hat eine ethische Verpflichtung gegenüber der überwiegenden Mehrheit der Sportler und Funktionäre, die an einen sauberen Sport glauben", erklärte die IAAF: "Als Marktführer im Kampf gegen Doping haben wir ein weitreichendes und gut ausgestattetes System aufgebaut, um diejenigen aus dem Sport entfernen zu können, die gegen unsere Anti-Doping-Regeln verstoßen."

chp/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
ReneMeinhardt 08.08.2013
1. Wieso eigentlich 4?
weil sie eine Quadratzahl ist? Sperrung für immer ist die einzig richtige Lösung.
Robert_Rostock 08.08.2013
2.
Zitat von ReneMeinhardtweil sie eine Quadratzahl ist? Sperrung für immer ist die einzig richtige Lösung.
Warum? Wenn das mit den Einheitsstrafen ohne jegliche Wertung des konkreten Falles so eine tolle Sache ist, warum führen wir das nicht auch beim normalen Strafrecht ein? Eine Pulle Bier geklaut - Kopf ab Zehn Menschen aus rasistischen Gründen ermordet - auch Kopf ab. Oder zumindest im Straßenverkehr: Ob 10 Minuten zu lange geparkt oder mit 100 durch die 30er-Zone bei Schulschluss oder besoffen jemanden totgefahren: Egal, in allen Fällen Führerschein weg für immer. Die Diskussionen werden langsam skurril. Bei Doping überschlägt man sich mit immer drakonischeren Straf-Forderungen, Doping wird als so ziemlich widerlichstes denkbares Verbrechen gebrandmarkt, und gleichzeitig wird lauthals eine Freigabe zumindest der weichen Drogen gefordert, die Kriminalisierung von Haschisch kritisiert. Leute: THC steht auf der Doping-Liste. Wie soll denn bitte mit einem Sportler (Snowborder, Basketballer) umgegangen werden, der mit einem Joint erwischt wird? Ist das nun der coole Typ, der nur ein wenig chillen wollte und bitteschön nicht bestraft werden darf, oder ist das der verachtenswerte Doper, der lebenslang gesperrt gehört, möglichst noch bei Einziehung des gesamten Vermögens? Eine differenzierte Betrachtung des Einzelfalles darf es ja nicht geben.
tomkey 08.08.2013
3. Straftat Doping
Sperrung für immer und strafrechtliche Verfolgung. Bei Überführung mind. 2 Jahre, Hintermänner ebenso. Egal was so eine Lusche wieder Vesper auch dazu sagt. Der wägt schon wieder ab, spielt auf Zeit und windet sich im Sumpf umher. Der Mann bezweifelt, dass strafrechtliche Verfolgung was bringen würde, weil alleine die Aufklärung zu lange dauert und es schwierig ist, Hintergründe komplett aufzuklären. Ähh??? Wie sieht das denn bei anderen Straftaten aus, wird da auch nichts aufgeklärt weils zu lange dauert? Leute wie Vesper und Bach stehen eine tiefgründigen Aufklärung und dem Kampf gegen Doping im Weg! Die erfüllen sämtliche schlechte Klischees der Funktionäre.
larry_lustig 08.08.2013
4.
Zitat von Robert_RostockWarum? Wenn das mit den Einheitsstrafen ohne jegliche Wertung des konkreten Falles so eine tolle Sache ist, warum führen wir das nicht auch beim normalen Strafrecht ein? Eine Pulle Bier geklaut - Kopf ab Zehn Menschen aus rasistischen Gründen ermordet - auch Kopf ab. Oder zumindest im Straßenverkehr: Ob 10 Minuten zu lange geparkt oder mit 100 durch die 30er-Zone bei Schulschluss oder besoffen jemanden totgefahren: Egal, in allen Fällen Führerschein weg für immer. Die Diskussionen werden langsam skurril. Bei Doping überschlägt man sich mit immer drakonischeren Straf-Forderungen, Doping wird als so ziemlich widerlichstes denkbares Verbrechen gebrandmarkt, und gleichzeitig wird lauthals eine Freigabe zumindest der weichen Drogen gefordert, die Kriminalisierung von Haschisch kritisiert. Leute: THC steht auf der Doping-Liste. Wie soll denn bitte mit einem Sportler (Snowborder, Basketballer) umgegangen werden, der mit einem Joint erwischt wird? Ist das nun der coole Typ, der nur ein wenig chillen wollte und bitteschön nicht bestraft werden darf, oder ist das der verachtenswerte Doper, der lebenslang gesperrt gehört, möglichst noch bei Einziehung des gesamten Vermögens? Eine differenzierte Betrachtung des Einzelfalles darf es ja nicht geben.
1. Ein Joint ist noch lange nicht cool, nur weil Grüne, Hippies & Co. das meinen 2. Auch Alkohol ist legal, wenn ich aber Auto fahre, dann darf ich auch nicht getrunken haben, sonst ist der Führerschein weg 3. THC steht den verbotenen Substanzen während des Wettkampfes, nicht während des Training, und das zu Recht, weil es Hemmungen nimmt und sich oder andere somit gefährden kann. (z.B. Border-Cross) Weniger Polemik und mehr sachlichkeit würde ihrem Beitrag gut tun.
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