Leichtathletik-WM Usain Bolt verpasst Gold in letztem Rennen

Die Krönung in London blieb Usain Bolt versagt: Mit WM-Titel Nummer zwölf wollte sich der König der Sprinter von seiner Lieblingsstrecke verabschieden. Doch zwei US-Amerikaner waren schneller.

Justin Gatlin (l.), Usain Bolt (r.)
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Justin Gatlin (l.), Usain Bolt (r.)


Der vierte Weltmeistertitel über seine Lieblingsstrecke, die 100 Meter, wären das würdige Ende der einzigartigen Karriere von Usain Bolt gewesen. Doch im letzten Einzelrennen seiner Laufbahn reichte es mit 9,95 Sekunden nur zu Platz drei.

Neuer Weltmeister ist Justin Gatlin. Der US-Amerikaner siegte in 9,92 Sekunden.

Die Silbermedaille ging an Gatlins Landsmann, den Weltjahresbesten Christian Coleman (9,94 Sekunden).

"Mein Start hat mich heute gekillt. Ich habe mein Bestes gegeben", sagte Bolt, der noch eine Stunde nach dem Rennen von den letzten Fans im Stadion gefeiert wurde: "Dieser Ort ist wundervoll, ich weiß diese Zuneigung sehr zu schätzen. Diese Liebe, diese Unterstützung hier bedeutet mir so viel. Es tut mir leid, dass ich diesem Publikum keine bessere Leistung bieten konnte."

Usain Bolt gewann damit in seiner Karriere acht Titel bei Olympischen Spielen, war elfmal bei Weltmeisterschaften siegreich und hält den Weltrekord über 100 und 200 Meter und mit der jamaikanischen 4 x 100-Meter-Staffel.

WM-Gold hatte Bolt auf der kürzesten Sprintstrecke 2009, 2013 und 2015 geholt. Bei der WM 2011 in Daegu/Südkorea wurde der Weltrekordler wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Sein zwölftes WM-Gold kann Weltrekordler Bolt aber noch in einer Woche mit Jamaikas Sprintstaffel gewinnen.

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Usain Bolt: Der König der Sprinter

mfu/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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derfranzderkanns 05.08.2017
1. Dem Bolt seine Lieblingsstrecke...
... waren immer die 200 m. Und warten wir mal die nächsten Tage und Pippi-Proben ab. Vielleicht wird es ja dochnoxh was mit den fantastischen Vier. Und wenn nicht, ist ein dritter Platz auf der Strecke, die er in der Vergangenheit vor allem für seinen Coach Mr. Mills gelaufen ist, aller Ehren wert.
langenscheidt 05.08.2017
2. Man wird nicht jünger
Man braucht nur die Siegerzeiten im Einzel bei den 100m seiner Siege bei Olympia und WM verfolgen. Sie wurden immer langsamer. Irgendwann ist wer schneller, weil schaffbar. 2017 war es soweit. Hoffentlich schafft er die 200 Meter als Sieger.
rösti 06.08.2017
3. Ja
ARD oder ZDF--- dieses andauernde Gejammer über Doping geht so was auf den Geist! Sollen diese Sender doch nur noch Skat übertragen...aber halt da wird auch gedopt mit Bier! Also nur noch Jodler und Krankenschwestern- Serien übertragen (Fussball ist schon weg ) Justin Gatlin gewinnt die 100 Meter und wird behandelt wie ein Kinds-Mörder....1. darf er Starten - JA mit allen Rechten!!! Also dann hat er die Medaille verdient und die Deutschen Kommentatoren sollten sich nicht an der Hetze beteilligen ( und das taten sie die ganze Übertragung )
testuser2 06.08.2017
4. Die Vergänglichkeit wird offenbar
Wenn ein ganz Großer oder eine ganz Große eine Sportart über Jahre dominiert, warten alle gespannt darauf, ob der Held geschlagen wird. Ist es dann soweit, möchten die Menschen ihre Helden aber eigentlich nicht verlieren sehen, da die Vergänglichkeit dabei so offenbar wird. Neue jugendliche Gesichter ersetzen die älteren, diese WM ist wie so oft auch ein Abschied von bekannten Sportlern, nicht nur für Usain Bolt, sondern auch für Deutsche Sportler wie Robert Harting ist hier das sportliche Karriere-Ende.
mirkor 06.08.2017
5. Lieblingsstrecke?
Die Lieblingsstrecke von Usain Bolt ist seit jeher die 200m. Gratulation zu diesen unfassbaren Leistungen die er errungen hat.
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