Leichtathletik-WM Bolt sprintet mit Jamaikas Staffel zum dritten Gold

Drei Starts, drei Titel: Wundersprinter Usain Bolt hat bei der Leichtathletik-WM in Berlin die dritte Goldmedaille gewonnen. Jamaika siegte mit der Staffel 4x100 Meter vor Trinidad und Tobago. Platz drei ging an Großbritannien.

Jamaikas Sprinter: Über 4x100 Meter zum Weltmeistertitel gerannt
AFP

Jamaikas Sprinter: Über 4x100 Meter zum Weltmeistertitel gerannt


Hamburg - Steve Mullings, Michael Frater, Usain Bolt und Schlussläufer Asafa Powell waren über 4x100 Meter in einer Zeit von 37,31 Sekunden nicht zu schlagen. Das jamaikanische Quartett verfehlte bei seinem Titelgewinn in Berlin allerdings seinen Weltrekord von 37,10 Sekunden, den es bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking aufgestellt hatte. Platz zwei ging vor etwa 60.000 Zuschauern im Olympiastadion an Trinidad und Tobago (37,62 Sekunden) vor Großbritannien (38,02).

Die deutsche Staffel mit Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow und Martin Keller war im Halbfinale nach einem Wechselfehler ebenso ausgeschieden wie Mitfavorit USA. Bolt hatte bei der WM in Berlin bereits über 100 und 200 Meter gewonnen - jeweils in Weltrekordzeit. "Das war die schönste Weltmeisterschaft, die ich bis jetzt erlebt habe", sagte Bolt nach dem Lauf im ZDF: "Ich habe die Unterstützung der Leute gespürt."

Einen Tag nach seinem 23. Geburtstag schaffte er als dritter Sprinter das "Triple" bei Weltmeisterschaften. Dies war zuvor nur den US-Amerikanern Maurice Green 1999 und Tyson Gay 2007 gelungen. Als erstem Läufer glückte es Bolt, ein Olympia-Triple im Jahr danach bei der WM zu wiederholen. Bereits bei den Olympischen spielen in Peking hatte er die Goldmedaillen über 100 und 200 Meter sowie mit der 4x100-Meter-Staffel gewonnen.

Der überragende Athlet der Titelkämpfe in Berlin hatte den Staffelstab als dritter Läufer Jamaikas von seinem Teamkollegen Frater übernommen. Zu diesem Zeitpunkt lag das Quartett aus Trinidad und Tobago knapp dahinter auf Platz zwei. Am Ende seines Kurvenlaufes konnte Bolt dann jedoch den früheren 100-Meter-Weltrekordler Powell, Bronzemedaillengewinner über 100 Meter, mit einem beruhigenden Vorsprung auf die Zielgerade schicken.

Auch finanziell haben sich die Auftritte für Bolt gelohnt: Für zweimal Gold mit Weltrekord hatte der schnellste Mann der Welt schon 320.000 US-Dollar kassiert; die Staffel-Prämie darf er sich nun mit seinen Teamkollegen teilen.

wit/sid/dpa



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