Leichtathletik-WM Bondarenko gewinnt dank Rekordsprung

Den Weltrekord verpasst, aber Gold gewonnen: Bogdan Bondarenko aus der Ukraine scheiterte knapp an einer neuen Hochsprung-Bestmarke - sicherte sich aber per WM-Rekord den Weltmeistertitel. Im Dreisprung der Frauen sorgte die Kolumbianerin Caterina Ibargüen für eine Premiere.

Hochspringer Bondarenko: Knapp am Weltrekord gescheitert
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Hochspringer Bondarenko: Knapp am Weltrekord gescheitert


Hamburg - Am Ende war es eine Ein-Mann-Show: Bogdan Bondarenko hatte das Finale der Hochspringer dominiert, übersprungene 2,41 Meter reichten dem Ukrainer zu Gold und zu einem neuen WM-Rekord. Doch der 23-Jährige wollte noch mehr, er wollte den Weltrekord von Javier Sotomayor (2,45 Meter) verbessern. Bondarenko ließ 2,46 Meter auflegen, scheiterte in den ersten beiden Versuchen nur knapp. Beim entscheidenden dritten Versuch fehlte es ihm dann aber deutlich an Höhe - dennoch riss Bondarenko die Arme in die Höhe und bejubelte seine Goldmedaille. Platz zwei ging an Mutaz Essa Barshim aus Katar, Dritter wurde der Kanadier Derek Drouin (beide 2,38 Meter).

Mit ihrer Goldmedaille hat Dreispringerin Caterina Ibargüen kolumbianische Leichtathletik-Geschichte geschrieben - es war der erste WM-Sieg für das Land. Nach Bronze in Daegu 2011 und Silber bei den Olympischen Spielen in London setzte sich die 29-Jährige mit der Weltjahresbestleistung von 14,85 Meter durch. Zweite wurde Jekaterina Konewa aus Russland (14,81) vor der ukrainischen Titelverteidigerin Olga Saladuha (14,65).

Bereits sein drittes WM-Gold in Folge über 3000 Meter Hindernis gewann Ezekiel Kemboi aus Kenia. Der Olympiasieger von 2004 und 2012 setzte sich in 8:06,01 Minuten sicher durch. Für das Land war es bereits das zehnte WM-Gold in dieser Disziplin. Zweiter wurde Kembois Landsmann Conseslus Kipruto in 8:06,37 vor dem Franzosen Mahiedine Mekhissi-Benabbad (8:07,86). Drei Titel in Serie zu gewinnen, schaffte vor Kemboi nur dessen Landsmann Moses Kiptanui, der zwischen 1991 und 1995 dreimal Weltmeister wurde.

Abeba Aregawi aus Schweden hat Gold über 1500 Meter gewonnen. Die 23-Jährige entthronte in 4:02,67 Minuten Titelverteidigerin Jennifer Simpson (USA), die nach 4:02,99 Minuten Silber holte. Bronze ging an die Kenianerin Hellen Onsando Obiri (4:03,86). Olympiasiegerin und Europameisterin Asli Cakir Alptekin aus der Türkei wurde vor den Weltmeisterschaften des Dopings überführt. Die Türkin steht als Wiederholungstäterin vor einer lebenslangen Sperre.

Die Tschechin Zuzana Hejnova ist erstmals Weltmeisterin über 400 Meter Hürden. Die Olympia-Dritte gewann in der Weltjahresbestzeit von 52,83 Sekunden. Silber und Bronze ging an die USA: Dalilah Muhammad setzte sich in 54,09 Sekunden vor Titelverteidigerin Lashinda Demus in 54,27 Sekunden durch.

Bei den Männern triumphierte über die Distanz Jehue Gordon aus Trinidad und Tobago. Er setzte sich in der Weltjahresbestzeit von 47,69 Sekunden in einem Fotofinish durch. Silber ging an Michael Tinsley aus den USA, der sich um nur eine Hundertstelsekunde geschlagen geben musste. Emir Bekric aus Serbien holte überraschend Bronze (48,05). Der 35 Jahre alte Felix Sanchez aus der Dominikanische Republik, Olympiasieger von 2004 und 2012 und Weltmeister von 2001 und 2003, belegte Rang fünf.

luk/dpa/sid



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eaglefighter 16.08.2013
1. Wenn Kipruto noch seine Gegner auf der Strecke schlagen, treten und
in die Hacken treten will, hätte man ihn gleich mal wieder disqualifizieren sollen ! Wenn einer dafür in einer WM noch Energie hat, ist er wohl nicht ausgelastet ! Und das Schlimmste ist das Bild des Menschen: noch in einer endgradigen Belastung hat er Energie für HASS und NEID ! Genau damit geht diese Welt unter ! Krank sowas !
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