Leichtathletik-WM Deutsche Frauenstaffel gewinnt Bronze, Heidler Silber

Überraschung in Berlin: Die deutsche Frauenstaffel hat bei der Leichtathletik-WM die Bronzemedaille über 4x100 Meter gewonnen. Gold ging an das favorisierte Quartett aus Jamaika. Im Hammerwurf der Frauen gewann Betty Heidler Silber, Die Polin Anita Wlodarczyk siegte mit Weltrekord.

Deutsche 4x100-Meter-Staffel: Bronzemedaille bei der Heim-WM
AFP

Deutsche 4x100-Meter-Staffel: Bronzemedaille bei der Heim-WM


Hamburg - Damit hatte beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) niemand gerechnet: Die deutsche Frauen-Sprintstaffel über 4x100 Meter hat bei der Leichtathletik-WM in Berlin die Bronzemedaille gewonnen. Marion Wagner, Anne Möllinger, Cathleen Tschirch und Schlussläuferin Verena Sailer liefen die Stadionrunde im Finale in 42,87 Sekunden.

Weltmeister wurde das Quartett aus Jamaika mit 100-Meter-Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser in 42,06 Sekunden. Die Silbermedaille ging an die Bahamas. "Wir hatten eine einmalige Chance und die haben wir genutzt", sagte Startläuferin Wagner.

"Eine Medaille - das ist der Wahnsinn. Dafür lege ich mich gern auf die Schnauze. Ich habe gesehen, dass ich Dritte bin und mir nur gesagt: Renn, renn. Das habe ich getan, bis ich auf dem Boden lag. Jetzt fängt es langsam an wehzutun", sagte Sailer, die sich im Ziel gestürzt war.

Es war die insgesamt achte Medaille für den DLV bei der WM von Berlin. Schlussläuferin Sailer ging als Dritte auf die Zielgerade und sicherte die Medaille. Der Weltrekord der DDR aus dem Jahr 1985 von 41,37 Sekunden blieb von Jamaika unangetastet. Mitfavorit USA war im Halbfinale überraschend ausgeschieden.

Heidler gewinnt mit deutschem Rekord Silber

Zwei Jahre nach ihrem Triumph von Osaka hat Hammerwerferin Betty Heidler Silber gewonnen und der deutschen Mannschaft damit das neunte Edelmetall dieser Titelkämpfe beschert. Heidler verbesserte im letzten Versuch mit 77,12 Metern ihren deutschen Rekord um 57 Zentimeter und musste sich nur Anita Wlodarczyk geschlagen geben. "Das ist der Hammer", freute sich Heidler nach dem Wettkampf. Wlodarczyk stellte im zweiten Versuch mit 77,96 Metern einen Weltrekord auf und konnte danach wegen einer Fußverletzung nur noch einen symbolischen Wurf ausführen.

Bronze gewann mit 74,79 Metern die Slowakin Martina Hrasnova. Die viertplatzierte Kathrin Klaas verbesserte im Wettkampf ihre persönliche Bestleistung auf 74,23 Meter. Andrea Bunjes aus Frankfurt war in der Qualifikation mit 67,01 Metern ausgeschieden.

luk/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.