Leichtathletik-WM Hammerwerferin Heidler im Finale, Bolt ohne Probleme

Betty Heidler steht bei der Leichtathletik-WM in Daegu im Hammerwurf-Finale. Usain Bolt gewann den 200-Meter-Vorlauf mit großem Vorsprung. Der beinamputierte Oscar Pistorius ist nicht für die 400-Meter-Staffel nominiert worden.

Hammwerwurf-Weltmeisterin Heidler: 71,48 Meter im ersten Versuch
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Hammwerwurf-Weltmeisterin Heidler: 71,48 Meter im ersten Versuch


Hamburg - Betty Heidler hat sich bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Daegu für das Finale qualifiziert. Die 27-jährige Hammerwerferin kam gleich im ersten Versuch auf 71,48 Meter und überbot damit die geforderten 71 Meter. Technisch gut war ihr Wurf jedoch nicht. "Der Hammer touchierte sogar das Netz des Käfigs, aber er war trotzdem weit genug, ich habe etwas in mich hineingeschmunzelt", sagte Heidler. Ihre Teamkollegin Kathrin Klaas zog ebenfalls ins Finale ein, benötigte jedoch alle drei Versuche. Sie kam auf 71,69 Meter. Am weitesten warf die Chinesin Zhang Wenxiu (74,17 Meter).

Ebenfalls erfolgreich war Cindy Roleder. Die deutsche Hürdenläuferin steht am Samstag im Halbfinale über 100 Meter. Zwar wurde sie in 13,01 Sekunden nur Fünfte ihres Vorlaufs, doch sie kam als Zeitschnellste in die Vorschlussrunde. Die australische Favoritin Sally Pearson verfehlte in ihrem Vorlauf die eigene Jahresweltbestzeit nur um 0,05 Sekunden und kam in 12,53 ins Ziel.

Nicht mehr dabei ist die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen. Sie schied im Vorlauf aus. In der Besetzung mit Janin Lindenberg, Esther Cremer, Lena Schmidt, Claudia Hoffmann reichte es am Freitag nur zu einer Zeit von 3:27,31 Minuten und Platz elf. Die russische Staffel stellte in 3:20,94 Minuten eine Weltjahresbestzeit auf. Titelverteidiger USA lief in 3:23,57 Minuten die viertschnellste Vorlauf-Zeit.

Fünf Tage nach seinem spektakulären Fehlstart über 100 Meter hat Usain Bolt seinen Vorlauf über 200 Meter problemlos gemeistert. Der 25-jährige Jamaikaner gewann in 20,30 Sekunden mit großem Abstand vor Michael Mathieu von den Bahamas (20,46). Diesmal ging der 200-Meter-Titelverteidiger allerdings auf Nummer sicher: Mit 0,314 Sekunden hatte Bolt die langsamste Reaktionszeit in seinem Lauf.

Für den beinamputierten 400-Meter-Läufer Oscar Pistorius ist die WM in Daegu beendet. Der 24-jährige Südafrikaner wurde nicht für das Staffelteam seines Landes über 4x400 Meter nominiert. Das teilte Pistorius wenige Stunden vor dem Finale am Freitag (14.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) mit. Als Startläufer hatte er das Quartett aus der Kap-Republik am Donnerstag noch ins Finale geführt. Die 2:59;21 Minuten bedeuteten sogar Landesrekord. Im Einzelrennen über 400 Meter war der mehrfache Paralympics-Sieger im Halbfinale in 46,19 Sekunden ausgeschieden.

bka/sid/dpa



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