Leichtathletik-WM Speerwerferin Nerius holt Goldmedaille

Triumph in Berlin: Bei der Leichtathletik-WM hat sich Steffi Nerius völlig überraschend die Goldmedaille im Speerwurf gesichert. Es ist der erste Weltmeistertitel in dieser Disziplin für eine deutsche Athletin.

Speerwerferin Nerius: Erstes Gold für den Deutschen Leichtathletik-Verband
AP

Speerwerferin Nerius: Erstes Gold für den Deutschen Leichtathletik-Verband


Hamburg - Steffi Nerius ist die erste deutsche Speerwurf-Weltmeisterin in der Leichtathletik-Geschichte. Vor 35.000 Zuschauern gewann die 37-Jährige am Dienstagabend in Berlin mit einer Weite von 67,30 Metern Gold. Damit gelang ihr bei der siebten WM-Teilnahme und zum Abschluss ihrer Karriere eine echte Überraschung. Der beste Wurf des Abends glückte ihr bereits im ersten Versuch.

"Es ist unglaublich, von einem solchen Abschluss kann man nur träumen", sagte Nerius, die ihre siebte internationale Medaille gewann. Schon vor den Wettkämpfen von Berlin hatte sie angekündigt, ihre Sportler-Karriere in diesem Jahr beenden zu wollen. "Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich muss mich bei meinem Trainer und bei meinem Physiotherapeuten bedanken. Ich hatte mir schon vorgenommen, einen guten ersten Versuch rauszuhauen. Aber vornehmen und umsetzen ist zweierlei", so Nerius nach dem Wettkampf.

Zweite wurde Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien mit 66,42 Metern vor der Russin Maria Abakumova (66,06). Die Olympia-Dritte Christina Obergföll ging als Fünfte mit 64,34 Metern leer aus. Nerius' Clubkollegin Linda Stahl kam mit 63,23 Metern auf Rang sechs.

Nach zweimal Silber und einmal Bronze feierte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am vierten Wettkampftag bereits die vierte Medaille.

jok/sid/dpa



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