Leichtathletik-WM US-Sprinter Rodgers gesperrt

Michael Rodgers fährt nicht mit zur Leichtathletik-WM. Der Amerikaner akzeptierte die Sperre der US-Anti-Doping-Agentur wegen eines positiven Dopingbefundes im vergangenen Monat. Schuld an dem Ergebnis sei jedoch ein Energy-Drink.
Sprinter Rodgers: unter Dopingverdacht

Sprinter Rodgers: unter Dopingverdacht

Foto: HEINO KALIS/ REUTERS

Hamburg - Die Leichtathletik-WM in Südkorea findet ohne Michael Rodgers statt. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur (Usada) sprach gegen den Sprinter einen "provisorischen Ausschluss" aus. "Er wird nicht mehr starten, bis der Fall geklärt ist", teilte die Agentur mit. Die Wettkämpfe in Daegu finden vom 27. August bis 4. September statt.

Rodgers war vor einem Monat während eines Trainingslagers in Italien positiv auf ein Stimulanzium getestet worden. Der Amerikaner beteuert jedoch seine Unschuld, die verbotene Substanz habe er über einen Energie-Drink aufgenommen. In der vergangenen Woche war bereits Rodgers jamaikanischer Konkurrent Steve Mullings wegen Dopings von den Weltmeisterschaften ausgeschlossen worden.

Der US-Verband USATF teilte am Freitag (Ortszeit) mit, Rodgers habe seinen Ausschluss hingenommen. "Wir sind froh, dass Michael die vorläufige Sperre akzeptiert hat", wurde USATF-Geschäftsführer Mike McNees auf der Internetseite des Verbands zitiert. Nun könne sich das gesamte Team in Ruhe auf die Weltmeisterschaften vorbereiten.

100-Meter-Finale am 28. August

Neben Rodgers, der durch Trell Kimmons ersetzt wird, hat das US-Team auch den Ausfall von Ex-Weltmeister Tyson Gay zu verkraften. Der 29-Jährige hatte sich wegen einer Verletzung nicht für die WM in Daegu qualifiziert.

US-Starter auf der 100-Meter-Strecke sind damit Eugene-Meister Walter Dix, Justin Gatlin und Kimmons. Das Finale mit Jamaikas Gold-Kandidaten Usain Bolt und Asafa Powell steigt bereits am ersten WM-Sonntag (28. August).

In der Jahreswertung steht Powell mit 9,78 Sekunden an der Spitze. Gay (9,79) ist Zweiter vor Mullings (9,80) und Rodgers (9,85). Titelverteidiger Bolt (9,88) ist in dieser Saison noch nicht in die Nähe seines Weltrekords (9,58) gekommen.

klu/dpa/sid
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