Boston-Marathon Kenianerin Jeptoo siegt mit Streckenrekord

Der Marathon in Boston stand ganz im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Anschlags vor einem Jahr. Diesmal blieb es friedlich, ein US-Amerikaner siegte überraschend, eine Kenianerin mit Streckenrekord.

Rita Jeptoo: Dritter Sieg in Boston
AFP

Rita Jeptoo: Dritter Sieg in Boston


Hamburg - Meb Keflezighi hat als erster US-Amerikaner seit 31 Jahren den Boston-Marathon gewonnen. Der 38-Jährige entschied den Klassiker im Bundesstaat Massachusetts, der im Vorjahr von einem Bomben-Anschlag mit drei Toten überschattet worden war, nach 2:08:37 Stunden für sich. Bei den Frauen gewann Rita Jeptoo (Kenia) in der Streckenrekordzeit von 2:18:57 Stunden zum dritten Mal den ältesten Stadtmarathon der Welt.

Der in Eritrea geborene Keflezighi hielt nach 42,195 Kilometern den Kenianer Wilson Chebet auf Distanz und trat in die Fußstapfen von Greg Meyer, der 1983 als bislang letzter US-Amerikaner in Boston gewonnen hatte. Der 38 Jahre alte Keflezighi hatte 2009 schon beim New York Marathon triumphiert, nun stellte er eine persönliche Bestzeit auf.

Zuvor war Titelverteidigerin Jeptoo souverän zu ihrem dritten Boston-Titel nach 2006 und 2013 gelaufen. Die Top-Favoritin unterbot dabei die zwölf Jahre alte Bestmarke ihrer Landsfrau Margaret Okayo (2:20:43) deutlich. Zweite wurde Buzunesh Deba aus Äthiopien.

Schon vor dem Start hatten die knapp 36.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt der Opfer des Bombenanschlags mit einer Schweigeminute gedacht. Insgesamt waren rund 3500 Polizisten an der Strecke im Einsatz, Rucksäcke waren für Zuschauer und Sportler verboten.

Am 15. April 2013 waren im Zielbereich zwei Bomben explodiert - drei Menschen starben, 264 wurden zum Teil schwer verletzt. Der einzige überlebende Attentäter der Anschläge wartet weiter in einem Bundesgefängnis in Massachusetts auf seinen Prozess, der am 3. November beginnen soll. Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, dass sie die Todesstrafe fordert will.

luk/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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servd 21.04.2014
1. naja,
Ich finde es mittlerweile etwas unsinnig, Staatsbürgerschaften erfolge zuzuweisen. Der Mann stammt aus eritrea, einem Nachbarland Äthiopiens. Heranziehen des Herkunftslandes, ok, aber nicht übertreiben.
l.augenstein 22.04.2014
2.
Zitat von sysopAFPDer Marathon in Boston stand ganz im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Anschlags vor einem Jahr. Diesmal blieb es friedlich, ein US-Amerikaner siegte überraschend, eine Kenianerin mit Streckenrekord. http://www.spiegel.de/sport/sonst/leichtathletik-zwei-ueberraschungssieger-bei-boston-marathon-a-965427.html
Ein "echter" Amerikaner kann keinen Marathon mehr gewinnen!
renee gelduin 22.04.2014
3. optional
---Zitat--- Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, dass sie die Todesstrafe fordert will. ---Zitatende--- Vielleicht mal eine Tüte Deutsch kaufen ? ---Zitat--- US-Amerikaner siegte überraschend.. der in Eritrea geborene... ---Zitatende--- Lächerlich.
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