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08. Mai 2019, 12:41 Uhr

Zwölf Jahre Sperre für Mittelstrecklerin

Erst mit Doping erwischt, dann mit falschem Pass angetreten

Das kommt einem Karriereende gleich: Die russische Läuferin Ksenyia Savina ist für zwölf Jahre von Wettbewerben ausgeschlossen worden. Die 32-Jährige wurde nicht nur beim Dopen erwischt, sie soll auch falsche Dokumente vorgelegt haben.

Die russische Leichtathletin Kseniya Savina ist wegen Verstößen gegen Antidopingregeln für zwölf Jahre gesperrt worden. Die 32-jährige Mittelstrecklerin war nach Angaben des Weltverbands IAAF positiv auf Epo getestet worden. Die IAAF wirft ihr zudem vor, falsche Dokumente vorgelegt zu haben, um einer Dopingsperre zu entgehen.

So soll sie unter falschem Namen mit dem Pass einer anderen Sportlerin bei Wettbewerben angetreten sein, um eine Dopingsperre zu umgehen. Savina war der russischen Agentur Tass zufolge 2018 positiv auf Doping getestet und gesperrt worden. Danach habe sie unter dem Namen einer ukrainischen Sportlerin an internationalen Wettkämpfen teilgenommen, die ihre Karriere bereits beendet hat. Die Sportlerin war Medienberichten zufolge eine Jugendfreundin. Savina hatte bis 2014 auch einen ukrainischen Pass.

Nach Angaben des russischen Leichtathletikverbands belegten die internationalen Leichtathletik-Behörden auch ihren Trainer und Ehemann mit einer vierjährigen Sperre. Beide waren im vergangenen Monat wegen Manipulation und Komplizenschaft angeklagt worden.

Savina hatte ihre Unschuld beteuert und behauptet, das Dopingmittel sei für ihren Mann bestimmt gewesen: Der habe es aus medizinischen Gründen gebraucht, es sei dann mit einem Rückenschmerzmittel, das sie einnimmt, vermischt worden.

Savina trat auf den Distanzen von 400 Metern bis 1500 Metern an, sie gehörte allerdings nicht zur internationalen Spitze.

aha/rtr/AP

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