Leichtathletik-WM in Doha Sportler sollen elektronische Hitzepille testen

Die Hitze bei der Leichtathletik-WM in Doha dürfte zum Problem werden. Den Athleten soll daher die Einnahme einer elektronischen Pille empfohlen werden, die rechtzeitig vor den Gefahren eines Hitzschlags warnen soll.
Wasser hilft natürlich auch gegen die Hitze beim Laufen

Wasser hilft natürlich auch gegen die Hitze beim Laufen

Foto: MAST IRHAM/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Im Kampf gegen hohe Temperaturen bei der Leichtathletik-WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) können die betroffenen Sportler womöglich auf ein neues Hilfsmittel zurückgreifen. Wie die britische Tageszeitung "Telegraph" berichtet, soll den Athleten eine elektronische Pille angeboten werden, die sie vor Hitzschlag und Austrocknung schützen kann.

Demnach könne die Kapsel, die 1,7 Gramm schwer und nicht größer als eine herkömmliche medizinische Pille ist, die Körpertemperatur messen und elektronisch Daten übermitteln. Sportler, die am Pilotversuch in Doha teilnehmen, müssen die Pille einige Stunden vor ihrem Wettkampf schlucken, nach zwölf bis 48 Stunden soll sie über den Magen-Darm-Trakt unversehrt ausgeschieden werden.

"Mehrere nationale Verbände haben die Pille bereits getestet, und die Resultate waren gut", zitiert der "Telegraph" eine nicht genannte Quelle aus dem Leichtathletik-Weltverband IAAF: "Es ist absolut sicher. Es gibt keinen Wirkstoff in der Pille, nur einen elektronischen Chip, der während des Rennens aktiviert wird."

Die Technologie wurde von Yannis Pitsiladis, einem Sportwissenschaftler an der Universität von Brighton, entwickelt. Pitsiladis, der eng mit der IAAF und dem Internationalen Olympischen Komitee zusammenarbeitet, wird auch den Testlauf in Doha überwachen.

Die Pille wurde vor allem im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio entwickelt, wo wie im katarischen Doha extrem hohe Temperaturen drohen, dazu die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Gerade Ausdauerdisziplinen sollen von der neuen Technologie profitieren.

aha/sid
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