Louis Vuitton Cup Schümann erneut erfolgreich

Nach mehreren Tagen Pause wegen schlechten Wetters konnte bei der zweiten Herausforderer-Runde zum "America's Cup" wieder gesegelt werden. Erneut überzeugend konnte dabei die Schweizer Yacht "Alingi".


Souveräne Vorstellung: "Alighi" (r.) zieht der "Mascalzone Latino" davon
EPA/DPA

Souveräne Vorstellung: "Alighi" (r.) zieht der "Mascalzone Latino" davon

Auckland - Der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann segelt beim Louis Vuitton Cup von Sieg zu Sieg, Tim Kröger dagegen kassiert vor Neuseelands Küste eine Niederlage nach der anderen. Während Schümanns Schweizer Mannschaft Alinghi Challenge am Dienstag in der Herausforderer-Runde bereits den zehnten Sieg verbuchte und mit 10:1 Punkten vor der OneWorld Challenge (USA/9:1) führt, musste das französische Team "Le Defi Areva" mit dem Hamburger Kröger an Bord nach erneutem Materialbruch mit der elften Pleite nacheinander in den Hafen von Auckland zurückkehren.

"Schade, dass es auf 'Le Defi' Bruch gab. Die haben zum Auftakt gegen Prada gezeigt, dass sie was können. Ich wünsche ihnen endlich mal einen Erfolg", zeigte Schümann Mitleid mit seinem Landsmann. Kröger, am Dienstag als Pitman im Einsatz, quittierte die erneute Niederlage seiner Mannschaft gegen die Prada Challenge mit Galgenhumor: "Erst hatten wir kein Glück, dann kam noch Pech dazu."

Bruch auf "Le Defi"


Die Franzosen hatten im Match gegen die Louis-Vuitton-Cup-Verteidiger immerhin den Start gewonnen und bis zur ersten Wendemarke geführt, bevor die Italiener sich auf dem ersten Vorwind-Kurs vorbeischieben konnten. Doch noch vor der zweiten Wendemarke brach in einem Manöver auf "Le Defi" der so genannte "Jumper", eine kleine, aber wichtige Querstütze im obersten Mastbereich. "Wir konnten das Großsegel danach nicht mehr optimal trimmen", sagte Kröger.

Von acht geplanten Matches wurden am Dienstag nur fünf ausgetragen. Drei Duelle wurden nach Materialproblemen jeweils eines der Kontrahenten auf den Tag nach dem neunten und letzten Durchgang der Vorrunde verschoben. "Oracle BMW Racing" allerdings protestiert gegen die sehr kurzfristige Verschiebung des Duells gegen Dennis Conners "Stars&Stripes" und beschuldigt das Team des viermaligen America's-Cup-Gewinners, sich nicht an die Prinzipien des Fair Play gehalten zu haben. Über den Protest wird am Mittwoch verhandelt.



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