Louis Vuitton Cup Sturm erzwingt Absage der Rennen

Beim Louis Vuitton Cup konnte am Sonntag nicht gesegelt werden. Die Matches mussten ausfallen, weil es auf dem Hauraki Golf vor Auckland zur stark stürmte.


Zuviel Sturm: Auch die "USA 76" des Teams Oracle BMW Racing musste zusehen
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Zuviel Sturm: Auch die "USA 76" des Teams Oracle BMW Racing musste zusehen

Auckland - Anhaltende Wetterkapriolen legten die Wettfahrten in der Herausforderer-Serie zum America's Cup auch am Sonntag lahm. Wegen heftiger Regenschauer und Böen mit bis zu neun Windstärken auf dem Hauraki Golf verschob die Regatta-Leitung des Louis Vuitton Cups alle geplanten Matches auf Montag.

Erstmals in der Geschichte des America's Cup müssen damit zwei Teams, Oracle BMW Racing (USA) und Mascalzone Latino (Italien), am Montag gleich zwei Mal antreten. Denn es stehen insgesamt fünf Nachholregatten auf dem Programm.

"Spaß und Action auf dem Wasser"

Keine leichte Aufgabe für die Betroffenen, doch die nehmen es wie "USA 76"-Skipper Peter Holmberg mit Humor. "Wir freuen uns auf die zwei Starts. Wir werden da morgens rausfahren, den Kampf austragen, für eine kurze Erfrischung zurückkehren und dann am Nachmittag noch einmal Spaß und Action auf dem Wasser haben", sagte Holmberg.

Sollten die Duelle auch am Montag nicht beendet werden können, werden sie auf den ersten Tag der zweiten Round-Robin-Runde dieser Vorrunde, den 22. Oktober, verschoben. Am Ende dieser Rückrunde (31. Oktober) scheidet vor Beginn der Viertelfinals das schlechteste der neun Herausforderer-Teams im Louis Vuitton Cup aus.

Kröger-Team vor dem Aus

Schlusslichts ist zur Zeit die französische Yacht "Le Défi Areva", auf der der Hamburger Segelprofi Tim Kröger im Einsatz ist. Der Gewinner der mehrmonatigen Qualifikation darf vom 15. Februar bis 1. März nächsten Jahres Titelverteidiger Neuseeland beim 31. America's Cup herausfordern.

Die "Alinghi" hat als einziges Team seine Hinrunde in der Vorausscheidung bereits beendet und kann die Pause bis zum Start der Rückserie am 22. Oktober zu weiteren Tests und technischen Verbesserungen nutzen. "Das ist ein Vorteil für uns", freute sich Schümann, "wir können uns ganz auf unser eigenes Programm konzentrieren."

"Alinghi" führt vor der "One World"

In der Gesamtwertung führt die "Alinghi" mit sieben Siegen und einer Niederlage. Die als einzige Yacht noch ungeschlagene "One World" folgt mit sechs Punkten. Dem US-Team, das bislang seine sieben Rennen gewinnen konnte, war schon vor Beginn des Louis Vuitton Cups wegen eines Regelverstoßes mit einem Punktabzug bestraft worden.

Dritte ist die "USA 76". Die Yacht des Oracle-BMW-Teams hatte sich am Samstag überraschend der britischen "White Lightning" geschlagen geben müssen, die nunmehr drei Siege und vier Niederlagen auf ihrem Konto hat. Für die insgesamt viermal siegreiche "USA 76" war es die zweite Niederlage in Folge.



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