Louis Vuitton Cup Veranstalter geraten unter Druck

Wieder einmal haben zu kräftige Winde den Seglern beim Louis Vuitton Cup einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil am Wochenende wieder kein einziges Rennen stattfinden konnte, gehen den Veranstaltern allmählich die Ersatztermine aus.


Auckland - Jochen Schümann lässt sich beim Louis Vuitton Cup die Laune derzeit nicht verderben. Selbst der dritte Rennausfall in Folge brachte den deutschen Sportdirektor des Schweizer Teams Alinghi nicht aus der Ruhe: "Der Druck liegt beim Gegner. Wir können ganz locker bleiben und gehen entspannt, aber konzentriert ins Halbfinale." Die Schweizer führen in der "Best-of-Seven-Serie" gegen "Oracle BMW Racing 76" (USA) souverän mit 3:0. Dem Team aus der Alpenrepublik fehlt also nur noch ein Sieg, um das Finale der Herausfordererrunde zu erreichen.

Die Veranstalter des Louis Vuitton Cups dagegen geraten immer stärker unter Druck. Angesichts der bisherigen Gesamtausfallquote kompletter Regattatage von 37 Prozent soll ab sofort ein Notprogramm die Herausfordererserie zum America's Cup retten. Für Montag und Dienstag stehen für die vier Halbfinalisten jeweils zwei Rennen auf verkürztem Kurs (12,5 statt 18,5 Seemeilen) auf dem Programm.

Sollten die Duelle dann noch nicht entschieden sein, könnten auch am 18. Dezember weitere Rennen angesetzt werden. Unberührt bleibt in jedem Fall der rennfreie 19. Dezember, denn bereits am 20. Dezember beginnt der Hoffnungslauf, in dem der Verlierer der Begegnung zwischen "Alinghi" und "Oracle BMW Racing 76" sowie der Sieger der Partie zwischen "OneWorld" (USA) und Titelverteidiger Prada (Italien) aufeinander treffen. Im zweiten Rennen steht es erst 1:1. Sollte diese Auseinandersetzung weiter so ausgeglichen verlaufen, wären noch bis zu fünf Wettfahrten zur Bestimmung des Siegers nötig.



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