Louis Vuitton Cup Vom Pech verfolgt

Schwacher Wind machte den Seglern beim Louis Vuitton Cup auch am Dienstag einen Strich durch die Rechnung. Nur die "Luna Rossa" konnte ihr Rennen gegen die schwedische "Örn" beenden, die drei anderen Matche mussten abgebrochen werden.


Siegreich im Schwachwind: Die italienische "Luna Rossa" vom Team Prada
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Siegreich im Schwachwind: Die italienische "Luna Rossa" vom Team Prada

Beim einzigen Rennen des Tages konnte sich die italienische "Luna Rossa" vom Team Prada gegen die schwedische Yacht "Örn" durchsetzten. In einem spannenden Duell waren die Italiener 2:35 Minuten schneller als ihre Konkurenten und hatten Glück, kurz vor Schluss der vorgeschriebenen Zeit ins Ziel zu kommen. Das Regelement schreibt einen Abbruch der Rennen vor, wenn die Yachten auf dem 18,5 Seemeilen langen Kurs länger als 45 Minuten unterwegs sind.

Alle anderen Teams schafften es nicht, innerhalb des Zeitlimits zu bleiben. Die "Défi Areva" profitierte von dieser Regelung. Bei Abbruch ihres Duells gegen die US-amerikanische "Stars & Stripes" lag die französische Yacht bereits hoffnungslos zurück.

Auch das Duell zwischen der italienischen "Mascalzone Latino" und der britischen "White Lightning" vom Team GBR Challenge musste vertagt werden. Damit verschob sich auch die für Dienstag vorgesehene Segelpremiere des Hamburgers Tim Kröger an Bord der "Défi Areva". Die abgebrochenen Duelle sollen nun an den Reservetagen ab 13. Oktober nachgeholt werden.

Jochen Schümann golft

Die Schweizer Yacht "Alighni" mit Sportdirektor Jochen Schümann an Bord geht am Mittwoch wieder ins Rennen und trifft dann auf die "Stars & Stripes". An seinem Ruhetag erholte sich der Deutsche bei einer Partie Golf von den Strapazen des Wettkampfes. "Es ist sehr entspannend, am frühen Morgen über einen schönen Golfplatz zu gehen und ab und zu gegen eine kleine weiße Kugel zu schlagen", sagte der 48-jährige Schümann.

Neun Syndikate aus sieben Ländern starten beim Louis Vuitton Cup, der Ausscheidung für den 31. America's Cup. Jede der neun teilnehmenden Yachten segelt zweimal gegen jeden anderen Rivalen. Das schwächste Team scheidet am 1. November aus. Danach ermitteln die acht verbliebenen Teams den Herausforderer, der vom 15. Februar bis 1. März 2003 gegen Titelverteidiger Neuseeland antritt.



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