Trotz positiver Dopingprobe Boxverband hebt Suspendierung von Charr auf

Jetzt ist es offiziell: Manuel Charr bleibt trotz eines positiven Tests auf Steroide Boxweltmeister. Nun muss er seinen Titel innerhalb von 60 Tagen verteidigen.

Manuel Charr
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Manuel Charr bleibt trotz einer positiven Dopingprobe Welmeister nach Version der World Boxing Association (WBA). Einen entsprechenden Bericht von ESPN bestätigte Charrs Manager SPIEGEL ONLINE.

Der Libanese, der in Köln lebt und trainiert, war bei einer freiwilligen Trainingskontrolle Ende August positiv auf zwei anabole Steroide getestet worden und daraufhin suspendiert worden. Aufgrund eines Verfahrensfehler der zuständigen Voluntary Anti-Doping Association (Vada) wurde Charr der Titel jedoch nicht aberkannt.

Die Vada hatte Charr und seinem Team nicht die Möglichkeit gegeben, bei der Öffnung der B-Probe anwesend zu sein. Dies ist aber in den Regularien vorgeschrieben. Zudem soll die B-Probe in einem nicht offiziell zugelassenen Labor getestet worden sein.

Die WBA hob die Suspendierung Charrs nun auf. Zudem wies sie den Boxer an, seinen Titel innerhalb von 60 Tagen gegen Fres Oquendo zu verteidigen. Dieser Kampf war eigentlich für den 29. September des vergangenen Jahres angesetzt, doch der positive Dopingtest verhinderte eine Austragung.

"Wir sind froh, dass die WBA die einzig richtige Entscheidung getroffen hat und Manuel seinen WM-Titel verteidigen kann", sagt Charrs Manager Christian Jäger SPIEGEL ONLINE. "Damit ist der Fall für uns abgehakt." Man stehe wegen des Kampfs in engem Austausch mit dem Oquendo-Team. "Termin und Ort werden wir zeitnah bekanntgeben. Die WM soll in jedem Fall in Deutschland stattfinden", sagte Jäger.

bka/mmm

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