WM-Marathon der Männer Äthiopischer Doppelsieg in der Schwüle von Katar

Bilder von massenhaften Abbrüchen wie beim Frauenrennen gab es diesmal nicht: Die Bedingungen beim Marathon der Männer waren trotzdem schwierig. Äthiopiens Lelisa Desisa kam damit am besten zurecht.
Lelisa Desisa gewann das Rennen dank eines Schlussspurts auf den letzten Metern

Lelisa Desisa gewann das Rennen dank eines Schlussspurts auf den letzten Metern

Foto: Giuseppe Cacace/AFP

Der Marathon-Weltmeister 2019 bei den Männern heißt Lelisa Desisa aus Äthiopien. Bei Hitze und Schwüle in der Nacht siegte er dank seines Schlussspurts in 2 Stunden und 10,40 Minuten vor seinem Landsmann Mosinet Geremew. Bronze ging an den Kenianer Amos Kipruto.

Wie schon beim Frauen-Rennen waren auch diesmal kaum Zuschauer an der Strecke - kein Wunder, der Wettbewerb wurde erst um Mitternacht lokaler Zeit gestartet, um die Läufer vor zu großer Hitze zu bewahren. Vor einer Woche bei den Frauen hatte es dennoch zahlreiche Ausfälle und Zusammenbrüche von Läuferinnen gegeben. Diese Bilder blieben bei den Männern aus, auch weil die Luftfeuchtigkeit niedriger als beim Rennen vor einer Woche war.

Die erste Hälfte des Rennens wurde von dem wenig renommierten Derlys Ayala aus Paraguay bestimmt, der vom Start weg einen Fluchtversuch nach vorne unternahm. Nach 20 Kilometern holten die Spitzenläufer Ayala ein, der daraufhin aus dem Wettbewerb ausstieg.

Anschließend formierte sich eine Fünfer-Spitzengruppe, zu denen bereits die späteren Medaillengewinner zählten. Von hinten startete der Brite Callum Hawkins eine Aufholjagd und holte die Spitze kurz vor der 40-Kilometer-Marke ein. Die nächste Tempoverschärfung der Afrikaner konnte er aber nicht mehr mitgehen und wurde am Ende Fünfter.

aha
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