Schwimm-WM Marco Koch holt Gold über 200 Meter Brust

Sechs Jahre haben die deutschen Beckenschwimmer auf einen WM-Titel gewartet, nun gab es endlich wieder Gold. Marco Koch ist Weltmeister über 200 Meter Brust. Zur Belohnung gibt es Fast Food.

Schwimmer Koch: "Ich will gleich noch zu Burger King"
AFP

Schwimmer Koch: "Ich will gleich noch zu Burger King"


Marco Koch ist erster deutscher Weltmeister über 200 Meter Brust. Der 25-Jährige gewann bei der Schwimm-WM in Kasan in 2:07,76 Minuten und holte das erste deutsche WM-Gold im Becken seit Britta Steffen vor sechs Jahren. Er gewann das Finale vor dem US-Amerikaner Kevin Cordes (+0,29 Sekunden) und dem ungarischen Olympiasieger Daniel Gyurta (+0,34).

"Das war ein geiles Rennen, es hat wieder viel Spaß gemacht", sagte Koch. Er ist erst der dritte deutsche Schwimmer, der über die 200 Meter Brust eine WM-Medaille holte. Zuvor waren Walter Kusch (Bronze 1978), Christian vom Lehn (Silber 2011) und Koch selbst als WM-Zweiter vor zwei Jahren in Barcelona erfolgreich gewesen.

Als Belohnung wird sich Koch, der vor zwei Jahren seine Ernährung auf "vegan plus Fleisch" umstellte, etwas Besonderes gönnen: "Ich will gleich noch zu Burger King", sagte er nach seinem Triumph.

Es war die zweite deutsche Goldmedaille von Kasan nach dem Sieg der Freiwasser-Mannschaft und das dritte Edelmetall für die Beckenschwimmer. Zuvor hatte es auf der 50-Meter-Bahn zweimal Bronze durch Paul Biedermann und die Mixed-Lagenstaffel über 4 x 100 Meter gegeben.

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Bilder der Schwimm-WM: Rekorde in Regenbogenfarben

otr/ham/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
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tomkey 07.08.2015
1. Prima gemacht!
Glückwunsch! Ein herausragender Erfolg für Marco Koch und dem dt. Schwimmsport. Koch macht auch eine tolle Figur neben den anderen Schwimmern und ihren Alabasterkörpern. Der Schwimmsport in Deutschland hat ein neues und verdientes Idol!
wo_ist_all_das_material? 07.08.2015
2.
Es ist wunderbar, daß deutsche Schwimmer es doch manchmal noch schaffen, sich gegen eine Unzahl an gedopten Athleten aus fast allen anderen Ländern durchzusetzen. Wird das die Wende, auf die der DSV seit Jahren hinarbeitet?
cyoulater 07.08.2015
3. #2
Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass er "sauber" ist? Alle anderen gedopt, aber die Schwimmer der DSV nicht - das nenne ich mal naiv...
wo_ist_all_das_material? 07.08.2015
4.
Zitat von cyoulaterWoher nehmen Sie die Gewissheit, dass er "sauber" ist? Alle anderen gedopt, aber die Schwimmer der DSV nicht - das nenne ich mal naiv...
Die deutschen Athleten unterliegen strengsten Kontrollen und werden praktisch lückenlos überwacht. Außerdem geht es hierzulande um ehrliche Leistung, nicht ums Erschleichen von Trophäen und Geldern. Schließlich untersteht der Sport bei uns dem Innenministerium. Gäbe es irgendwelche Unregelmäßigkeiten, würde die Politik sofort einschreiten und die Handelnden zur Verantwortung ziehen, um Schaden abzuwenden.
undutchable 07.08.2015
5. @ #2 /#4
besonders ihr 2ter Kommentar entbehrt nicht einer gehoerigen Portion Humor und großer naivitaet.... Einer einzelnen Person wg Ihrer Leistung automatisch unlauteren Wettbewerb vorzuwerfen ist sicher nicht der richtige Ansatz. genausowenig, wie jemand, der nur 8ter geworden ist, automatisch sauber sein muss. Sport im Leistungbereich ist leider immer in Versuchung, ALLE mittel zum Sieg einzusetzen. Egal welcher Sport, egal aus welchem Land. Allen Kontrollen, die noch lange nicht lueckenlos sind geschweige denn alle modernen Aspekte abdecken kann. Allein die vielen Außnahmen fuer die vielen Asthma-kranken Sportler und ähnlich gelagerte "Ausnahmen" wg "Erkrankungen" sind Zeuge dafuer, das nicht alle gleich sind...
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