Durch Dopingprobe entdeckt Tumor-Schock für Frankfurts Russ

Marco Russ leidet nach Angaben seines Vereins Eintracht Frankfurt an einer "schweren Tumorerkrankung". Die Ärzte wurden durch eine positive Dopingprobe darauf aufmerksam. Russ will in der Relegation trotzdem spielen.
Marco Russ

Marco Russ

Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty Images

"Schwere Erkrankung bei Marco Russ", so lautet die Überschrift der jüngsten Meldung  auf der Homepage des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Am Mittwoch habe die Anti-Doping-Kommission des DFB dem Verein von einer positiven Dopingprobe des 30 Jahre alten Spielers berichtet. Demnach waren die Werte des Wachstumshormons HCG bei Russ auffällig erhöht.

"Die Nada hatte darauf hingewiesen, dass der hohe Wert des Wachstumshormons auch ein Hinweis auf eine krankheitsbedingte körpereigene Produktion sein kann und hat gleichzeitig zum Schutz des Spielers eine klinische Untersuchung empfohlen", hieß es in dem Statement des Klubs weiter.

Russ sei daraufhin von einem urologischen Facharzt untersucht worden, der eine "schwere Tumorerkrankung" diagnostiziert habe. "Dieser Befund wurde noch am Abend durch die sofort eingeleitete Blutuntersuchungen von einem biochemischen Institut leider bestätigt", erklärten die Hessen.

Russ selbst möchte offenbar ungeachtet des Schocks am Abend in der Relegation gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) eingesetzt werden: "Trotz der tragischen Diagnose erklärt sich der Spieler spielbereit, was von ärztlicher Seite bestätigt wurde", erklärte die Eintracht.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, nahm die Frankfurter Staatsanwaltschaft unterdessen Ermittlungen auf. Russ' Zimmer im Hotel, in dem die Eintracht vor dem Relegationsspiel übernachtet, soll von der Polizei durchsucht worden sein.

aar/krä/sid
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