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04. Oktober 2016, 15:06 Uhr

Russische Tennisspielerin

Dopingsperre für Scharapowa verkürzt

Der Sportgerichtshof Cas hat die Sperre für die Tennisspielerin Marija Scharapowa angepasst. Die wegen Meldonium-Dopings gesperrte Russin kann nun ab April wieder antreten.

Marija Scharapowa darf sich Hoffnungen auf einen Start bei den French Open im kommenden Frühjahr machen. Der internationale Sportgerichtshof Cas reduzierte die Dopingsperre der Russin von zwei Jahren auf 15 Monate. Damit dürfte Scharapowa ab dem 26. April 2017 wieder an Turnieren teilnehmen.

Scharapowa war im Januar 2016 bei den Australian Open positiv auf Meldonium getestet worden, einen Wirkstoff, der seit Jahresanfang auf der Dopingliste steht. Die Internationale Tennis-Föderation (ITF) hatte Scharapowa daraufhin im Juni für zwei Jahre gesperrt. Diese Sperre war rückwirkend in Kraft getreten, weil die Spielerin den positiven Test selbst öffentlich gemacht hatte.

Scharapowa hatte betont, das Mittel Mildronat, das den Wirkstoff Meldonium enthält, aus medizinischen Gründen bereits seit zehn Jahren eingenommen zu haben, und Berufung gegen die Sperre eingelegt. Der Cas befand, dass Scharapowa zwar nicht wissentlich gedopt habe, sondern das Mittel auf Anraten ihres Arztes eingenommen zu haben. Auch habe niemand die Sportlerin explizit darüber aufgeklärt, dass Meldonium nicht mehr erlaubt sei.

Allerdings, so der Cas, hätte sich Scharapowa besser informieren müssen und war selbst dafür verantwortlich, die Dopingbestimmungen zu kennen. Da ihr aber keine Betrugsabsicht unterstellt wird, reduzierte der Gerichtshof die Strafdauer.

Scharapowa teilte mit, es handle sich um einen der glücklichsten Tage ihrer Karriere. Sie habe Verantwortung für ihren "Fehler" übernommen. Andere Verbände informierten ihre Sportler besser über Änderungen im Doping-Reglement als die ITF, sagte Scharapowa. Sie hoffe, dass in Zukunft kein Tennisspieler mehr durchmachen müsse, was ihr widerfahren sei.

rae

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