Keine Wildcard für Tennis-Star Scharapowa darf nicht an den French Open teilnehmen

Ihre schnelle Rückkehr auf den Tennisplatz hatte nach einer Dopingsperre für Kritik gesorgt. Nun muss Marija Scharapowa einen Rückschlag hinnehmen: Die Veranstalter der French Open verwehren der Russin eine Wildcard.

Marija Scharapowa
AFP

Marija Scharapowa


Die russische Dopingsünderin Marija Scharapowa hat von den Organisatoren der French Open (28. Mai bis 11. Juni) keine Wildcard erhalten. Die fünfmalige Grand-Slam-Gewinnerin darf nach ihren Starts in Stuttgart, Madrid und Rom damit in Paris nicht aufschlagen. Das wichtigste Sandplatz-Turnier der Welt hatte sie 2012 und 2014 gewonnen.

Der Präsident des französischen Tennis-Verbandes FFT, Bernard Giudicelli, sagte: "Ihre Titel kann ihr niemand wegnehmen. Diese hat sie unter Beachtung der Regeln gewonnen. Aber wenn es Wildcards für Comebacks nach Verletzungen gibt, darf es keine Wildcards für Comebacks nach Dopingsperren geben. Sie muss ihre Titel selbst zurückgewinnen."

Scharapowa war 2015 wegen Meldonium-Missbrauchs für 15 Monate gesperrt worden. Sie war Ende April in Stuttgart in die Turnierszene zurückgekehrt und musste teilweise heftige Kritik einstecken. Die kanadische Tennisspielerin Eugenie Bouchard hatte unter anderem behauptet, Scharapowa sei "eine Betrügerin". Außerdem sagte die 23-Jährige über die schnelle Rückkehr Scharapowas: "Sie ist eine Betrügerin. Und ich finde eine Betrügerin sollte es in keinem Sport erlaubt sein zu spielen."

Die ehemalige Nummer eins hatte sich am Dienstag durch ihren Auftaktsieg beim WTA-Turnier in Rom einen Platz in der Wimbledon-Qualifikation gesichert, weil sie durch ihren Erfolg gegen die Amerikanerin Christina McHale wieder unter die Top 200 vorrückt.

bam/sid



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