Doping Scharapowa verpasst endgültig Olympia

Marija Scharapowa wird das olympische Tennisturnier verpassen. Der Einspruch gegen ihre zweijährige Dopingsperre wird erst nach den Spielen in Rio de Janeiro verhandelt.

Marija Scharapowa
AFP

Marija Scharapowa


Im Dopingfall Marija Scharapowa wird es vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kein Urteil geben. Das teilte der zuständige Internationale Sportgerichtshof Cas mit und kündigte eine Entscheidung für den 19. September 2016 an. Damit ist das Olympia-Aus für die russische Tennisspielerin endgültig besiegelt, die Spiele in Rio beginnen bereits am 5. August.

Scharapowa war nach ihrem positiven Dopingbefund vom Weltverband ITF Anfang Juni für zwei Jahre gesperrt worden und hatte den Gang vor den Cas angekündigt. Ursprünglich wollte die höchste juristische Sportinstanz spätestens bis zum 18. Juli über eine mögliche Revision entscheiden. Man habe sich mit der ITF aber auf eine Verschiebung geeinigt, um mehr Zeit zu haben, wie der Cas mitteilte.

Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin hatte Anfang März auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht, dass sie im Januar bei den Australian Open in Melbourne positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte das Mittel zum 1. Januar 2016 auf die Dopingliste gesetzt. Bei Meldonium handelt es sich um ein Herzmedikament, das auch die Regeneration verbessern soll.



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
qewr 11.07.2016
1.
Clever gemacht, CAS! Als ob die in Lausanne soooo viel zu tun hätten... Ich bin allerdings auch der Meinung, dass M.S. nicht an diese Olympiade gehört, aber es hätte sich gehört, das Urteil vor den Spielen zu fällen.
uzsjgb 11.07.2016
2.
Zitat von qewrClever gemacht, CAS! Als ob die in Lausanne soooo viel zu tun hätten... Ich bin allerdings auch der Meinung, dass M.S. nicht an diese Olympiade gehört, aber es hätte sich gehört, das Urteil vor den Spielen zu fällen.
Warum schauen Sie nicht einfach mal nach, wie viel der CAS zu tun hat? Warum sollten die ganzen bereits terminierten Fällen weniger wichtig sein, als der Fall Scharapowa? Wollen Sie, dass Russen nicht gleich behandelt werden?
michael_weste 11.07.2016
3. Die Überschrift stimmt nicht!
Das Olympia-Aus liegt ausschließlich an Ihrem Doping Vergehen und dafür kann die CAS nun mal nichts. Ob dem Einspruch dann evtl. und inwieweit überhaupt stattgegeben wird und welche wichtigen Grand Slam oder Olympia Termine dazwischenliegen, dafür kann die CAS glaube ich auch nichts. Nach den zig neu aufgerollten Dopingfällen werden die auch eine Menge Arbeit haben.
franz.v.trotta 12.07.2016
4.
Warum beginnt die Sperre der Sportlerin nicht mit oder nach einem Schuldspruch?
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