Bänderriss bei Wasserballer Stamm "Der spielt auch mit dem Kopf unterm Arm"

Deutschlands Spielmacher Marko Stamm will bei der WM im Wasserball weiter antreten - obwohl er sich im ersten Spiel der Weltmeisterschaft schwer verletzt hatte.

Marko Stamm beim ersten WM-Spiel gegen Japan
Bernd Thissen DPA

Marko Stamm beim ersten WM-Spiel gegen Japan


Die deutschen Wasserballer setzen bei der WM in Südkorea trotz eines Außenbandrisses im Fuß auf einen Einsatz von Spielmacher Marko Stamm im wichtigen Duell mit Brasilien. Stamm hatte sich die schwere Verletzung beim ersten WM-Spiel gegen Japan in der letzten Spielminute zugezogen, als unter Wasser unglücklich bei einem Gegenspieler eingefädelt hatte. Danach waren Trainer und Betreuer an sich vom Turnier-Aus für Stamm ausgegangen.

"Wir haben ihn getapt und es heute im Wassertraining getestet", sagte Bundestrainer Hagen Stamm. Für das Brasilien-Spiel soll er zumindest als Ersatzspieler aufgeboten werden. "Die Verletzung nervt ihn tierisch", sagte der 59-Jährige. Jammern würde sein Sohn aber nicht - im Gegenteil: "Er spielt auch mit dem Kopf unter dem Arm." Man müsse Marko Stamm eher bremsen.

In der harten Sportart mit viel Körpereinsatz birgt ein Einsatz mit Verletzung besondere Gefahren, schließlich weiß auch der südamerikanische Gegner davon. "Marko wird dann natürlich auch angefasst. Es ist ja kein Halma", sagte der Bundestrainer.

Nach dem 9:9 am Montag zum Auftakt gegen die Japaner soll gegen Brasilien am Mittwoch (10.50 Uhr deutscher Zeit) unbedingt ein Sieg her. Ziel ist eine Top-8-Platzierung. "Es ist alles offen. Wir haben es selber in der Hand", sagte Hagen Stamm. Letzter Gruppengegner ist am Freitag der Olympiadritte Italien.

aha/dpa



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