Maßnahmenkatalog So wird Doping der Kampf angesagt


Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat heute in Bad Tölz einen Maßnahmenkatalog gegen Doping beschlossen. Die Eckpunkte im Überblick:

1. Ausweitung der Dopingkontrollen bis in den die Klasse der unter 15-Jährigen.

2. Erhöhung der Trainingskontrollen um bis zu 50 Prozent, vor allem der unangemeldeten Tests.

3. Verbesserung der Qualität von Dopingkontrollen, durch die Verbindung von gleichzeitigen Urin- und Blutkontrollen.

4. Erstellung von Blut- und DNA-Profilen nach gleichen Standards über einen längeren Zeitraum hinweg. Dabei werden künftig Verbands- und Teamärzte eng zusammenarbeiten. Eine unabhängige ärztliche Instanz wird die Profile überwachen. Die Fahrer müssen sich verpflichten, die Profile bei einem Teamwechsel dem neuen Rennstall zur Verfügung zu stellen.

5. Finanzielle Unterstützung durch die deutschen Teams und Veranstalter im Kampf gegen Doping.

6. Forderung nach einem Anti-Doping-Gesetz, das den Besitz, den Handel und die Weitergabe von Dopingmitteln strafbar macht.

7. Installierung von Funktionären, die bei deutschen Rennen die Fahrer vom Ziel bis zur Dopingkontrolle ähnlich wie bei den Olympischen Spielen begleiten.

8. Einführung von Blutvolumen-Kontrollen durch die Teamärzte, um Hinweise auf Eigenblut-Doping zu erhalten.

9. Weitere Kampagnen durch den BDR im Kampf gegen Doping.

Der weitere Zeitplan:

8. August: Gespräch zwischen BDR-Präsident Rudolf Scharping mit UCI-Präsident Pat McQuaid, um die Maßnahmen auch auf internationaler Ebene durchzusetzen.

31. August: BDR-Präsidiumssitzung, auf der die Maßnahmen verabschiedet werden sollen.

1. September: Inkrafttreten der beschlossenen Maßnahmen.

Ende September: Nächster runder Tisch nach der WM in Salzburg. Dann wird auch die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) mit am Tisch sitzen.

Zusammenstellung: sid



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