Match gegen Li Na Lisicki schafft Wimbledon-Sensation

Zwei Matchbälle abgewehrt und am Ende gewonnen: Sabine Lisicki ist nach dem Erfolg gegen French-Open-Siegerin Li Na in die dritte Runde des Tennis-Turniers in Wimbledon eingezogen. Sie folgt Andrea Petkovic und Julia Görges. "Es ist einfach unglaublich", sagte sie nach dem Spiel mit bebender Stimme.

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Hamburg - Sabine Lisicki hat bei den 125. All England Championships für eine Überraschung gesorgt. Sie besiegte die Weltranglistendritte Li Na (China) in einer hochklassigen Begegnung 3:6, 6:4, 8:6 und erreichte damit wie 2009 die dritte Runde in Wimbledon. "Es ist einfach unglaublich", sagte sie anschließend mit bebender Stimme.

Lisicki ließ sich gegen Li Na auch durch Rückschläge nicht beirren und spielte auf Augenhöhe. Bereits im ersten Satz hielt sie gegen die French-Open-Gewinnerin gut mit, gewann nervenstark den zweiten, und riss beim offenen Schlagabtausch im dritten Satz ein scheinbar verlorenes Match noch herum.

Beim Stand von 3:5 wehrte die Nummer 62 der Weltrangliste zwei Matchbälle ab. Anschließend überstand sie zwei weitere Aufschlagverluste, nahm der Chinesin zum 7:6 den Aufschlag ab und profitierte nach 2:11 Stunden davon, dass Li Na einen Longline-Ball ins Aus schlug.

Zuvor waren bereits Andrea Petkovic und Julia Görges in die dritte Runde eingezogen. Bei den Herren ist mit Florian Mayer auch der letzte von 13 deutschen Herren ausgeschieden.

Dagegen hat Roger Federer problemlos die dritte Runde erreicht. Er bezwang den Franzosen Adrian Mannarino 6:2, 6:3, 6:2. Der sechsfache Wimbledon-Sieger Federer schaffte fünf Breaks und entschied die Partie bereits nach 1:28 Stunden für sich. In der dritten Runde trifft der Schweizer auf den Argentinier David Nalbandian.

Der an zwölf gesetzte Franzose Jo-Wilfried Tsonga schlug den Bulgaren Grigor Dimitrov 6:7, 6:4, 6:4, 7:6. Tsonga trifft nun auf den Chilenen Fernando Gonzales. Das Spiel des Spaniers David Ferrer, der an Nummer sieben gesetzt ist, gegen den US-Amerikaner Ryan Harrison musste beim Stand von 7:6, 1:6, 6:4, 2:4 für Harrison wegen Dunkelheit unterbrochen werden.

jar/sid

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anselmi 19.06.2011
1. mal abwarten, dann wird man sehen
Das Finale von Eastbourne war ein Fingerzeig. Marion Bartoli ist dieses Jahr wieder richtig gut drauf, nachdem sie ein wenig abgespeckt hat. Sie stand in Wimbledon bereits einmal im Finale. Petra Kvitova muss auf Rasen niemanden fürchten. Letztes Jahr erreichte sie als krasse Auißenseiterin das Halbfinale. Dieses Jahr hat sie sich in der Weltspitze etabliert. Mental ist sie eine der Stärksten. Der Belag kommt ihrem Spiel entgegen. Daniela Hantuchova traue ich eine Überraschung zu. Sie zeigt sich derzeit in sehr guter Form.
Ion, 19.06.2011
2. ???
Mich interessiert die Frage, wo man Wimbledon im TV sehen kann?
Shiraz, 20.06.2011
3. ...
Zitat von sysopWimbledon, das prestigeträchtige Rasen-Turnier in London, beginnt. Wer wird in diesem Jahr den Pokal in die Luft stemmen?
Bei den Herren ist es übersichtlich: Entweder Federer, Nadal oder Djovovic. Bei den Damen gewinnen eigentlich immer die Williams-Schwestern, wenn sie halbwegs in Form sind. Dahinter kommen zehn oder zwölf, die fast gleichauf sind. Vielleicht gewinnt ja mal Stosur, ihr Tennis ist eigentlich am besten auf Rasen abgestimmt.
krafts 20.06.2011
4.
Zitat von sysopWimbledon, das prestigeträchtige Rasen-Turnier in London, beginnt. Wer wird in diesem Jahr den Pokal in die Luft stemmen?
Bei den Herren kann ich mir nichts anderes vorstellen, als dass einer der großen 4 (Nadal, Federer, Murray, Djokovic) den Titel gewinnt. Bei den Damen ist die Situation unübersichtlicher. Da könnte es eine Überraschung geben. Die Williams-Schwestern haben traditionell in Wimbledon gut abgeschnitten, haben aber wohl zu lange Verletzungspausen hinter sich.
thomarc 20.06.2011
5.
Zitat von IonMich interessiert die Frage, wo man Wimbledon im TV sehen kann?
Dieses Jahr (und in den folgenden) liegen die Exklusivrechte bei SKY, im Free TV wird es wohl noch nicht mal eine Zusammenfassung geben. Insofern wird die deutsche Öffentlichkeit das wichtigste Turnier der Welt weitgehend nicht mitbekommen.
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