Wimbledon Kohlschreiber und Mayer erreichen Viertelfinale

Großer Erfolg für das deutsche Tennis: Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber haben in Wimbledon das Viertelfinale erreicht. Damit stehen erstmals vier deutsche Tennisprofis unter den besten acht beim wichtigsten Tennisturnier der Welt.

Tennisprofi Mayer: Zum zweiten Mal im Viertelfinale von Wimbledon
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Tennisprofi Mayer: Zum zweiten Mal im Viertelfinale von Wimbledon


Hamburg - Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber stehen im Viertelfinale von Wimbledon. Mayer setzte sich überraschend gegen den Franzosen Richard Gasquet 6:3, 6:1, 3:6, 6:2 durch. Im Viertelfinale trifft Mayer auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic, der bereits einen Tag zuvor seinen serbischen Landsmann Victor Troicki besiegt hatte. Kohlschreiber gewann gegen Brian Baker 6:1, 7:6, 6:3 aus den USA und spielt im Viertelfinale gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.

Für Mayer ist die Viertelfinal-Teilnahme in Wimbledon keine Premiere. Im Jahr 2004 hatte er schon einmal als 20-Jähriger sensationell die Runde der acht besten Spieler erreicht. Kohlschreiber steht erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers, er hat dafür 33 Anläufe gebraucht.

Mayer und Kohlschreiber folgen damit Sabine Lisicki und Angelique Kerber, die am Abend gegeneinanderum den Einzug ins Halbfinale spielen. Nie zuvor gab es vier Deutsche im Viertelfinale von Wimbledon. "Wir haben endlich den Durchbruch bei einem Grand Slam geschafft", sagte Mayer.

Auch eine längere Unterbrechung der Partie brachte Mayer gegen Gasquet nicht aus dem Rhythmus. Der andauernde Nieselregen hatte die Begegnung zwischen dem 28-Jährigen und dem zwei Jahre jüngeren Franzosen bereits am Tag zuvor beim Stand von 6:3, 2:1 für Mayer gestoppt.

Zwölf Minuten brauchte Mayer, um den zweiten Durchgang nach der Wiederaufnahme der Partie für sich zu entscheiden. Dabei schaffte er zwei Breaks und erhöhte mit einem Ass auf 2:0 Sätze. Im dritten Durchgang ließ Mayer erstmals eine Breakchance zu und verlor den Satz, verwandelte allerdings nach 1:52 Stunden seinen zweiten Matchball. "Das war ein perfektes Match", sagte Mayer.

Auch Kohlschreiber ließ sich von einer Regenpause im ersten Satz nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte seinen zweiten Matchball nach 1:55 Stunden mit einem Ass. Kohlschreiber schlug insgesamt 22 Asse, verlor seinen Aufschlag selbst nicht einmal und nutzte seine Chancen gnadenlos. Drei Breakbälle hatte er, dreimal nahm er Baker den Aufschlag ab.

Ebenfalls im Viertelfinale steht Andy Murray. Der Schotte besiegte den Kroaten Marin Cilic 7:5, 6:2, 6:3 und trifft nun auf David Ferrer. Der Spanier setzte sich gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro 6:3, 6:2, 6:3 durch.

rei/sid



insgesamt 8 Beiträge
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spon-facebook-1841054482 03.07.2012
1.
Sehe ich es falsch? Es stehen doch 4 Deutsche unter den besten 16. Es ist ja 2mal das Viertelfinale, sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern.
declinator 03.07.2012
2. Kann ich nicht rechnen?
Hmmm... Vier Deutsche unter den besten acht im Viertelfinale? Ich glaube, hier werden Bananen und Pflaumen zusammengezählt. Entweder man wertet Männlein und Weiblein zusammen, dann sind es sechzehn Tennisspielende im Viertelfinale. Oder man trennt die Wettbewerbe und spricht dann von jeweils zwei unter den besten acht. Aber "vier Deutsche unter den besten acht" impliziert, dass die Hälfte der Viertelfinalteilnehmer deutsch ist. Und das stimmt nicht.
Altesocke 03.07.2012
3.
---Zitat--- Damit stehen erstmals vier deutsche Tennisprofis unter den besten acht beim wichtigsten Tennisturnier der Welt. ---Zitatende--- 4 deutsche Maenner? Hab ich etwas verpasst, oder sind 2 Deutsche im Viertelfinale bei den Frauen, sowie 2 im Viertelfinale bei den Maennern? Waeren damit 4 unter den besten 16, oder? Oder jeweils 2 unter den letzten 8.
axel h. 03.07.2012
4. Wimbledonsieg
Meyer und Kohlschreiber im Viertelfinale. Ein weiterer deutscher Wimbledonsieg nimmt langsam konkrete Formen an. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte nun bereits bei 1% liegen, mindestens...
lefreaque 03.07.2012
5. Oh je
Gleich die ersten drei Kommentatoren haben, anstatt die sportlichen Leistungen auch nur mit einem Wort zu erwähnen (lobend schon gar nicht), nur irgendwas am Artikel zu nörgeln. Das sagt schon so einiges über die Userschaft bei spon aus, zumal das alles andere als ein Einzelfall ist. Ein ähnlich grundsätzlich mies gelauntes Publikum findet man kaum sonstwo.
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