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24. März 2012, 12:21 Uhr

Getöteter US-Teenager

Heat-Profis schließen sich Protestbewegung an

"We want justice": Die Spieler des NBA-Teams Miami Heat haben gegen den Umgang mit dem Tod eines schwarzen Teenagers protestiert. Der unbewaffnete Trayvon Martin war im Februar von einem Bürgerwehr-Mitglied erschossen worden.

Hamburg - Sie trugen Kapuzen-Pullover und schrieben Botschaften auf ihre Schuhe: Die Basketballprofis der Miami Heat haben am Freitag (Ortszeit) gegen den Umgang mit dem Tod eines schwarzen Teenagers protestiert, der im Februar von einem Mitglied einer Bürgerwehr erschossen wurde.

Superstar LeBron James veröffentlichte via Twitter ein Foto auf dem Heat-Spieler zu sehen sind, die die Kapuzen ihrer Pullover über den Kopf gezogen haben. Auch der erschossene Trayvon Martin war zum Zeitpunkt seines Todes so bekleidet gewesen. "Als Vorbilder wollen wir ein Thema in den Mittelpunkt rücken, von dem wir denken, dass es nicht richtig ist", sagte James dem TV-Sender ESPN.

Beim 88:73-Sieg der Heat gegen die Detroit Pistons hatten einige Spieler zudem Botschaften auf ihre Schuhe geschrieben. Dwyane Wade etwa verkündete: "We want justice" ("Wir wollen Gerechtigkeit").

Der 17-jährige Martin war im Februar in Sanford, einer Stadt im US-Bundesstaat Florida, vom Bürgerwehr-Freiwilligen George Zimmerman erschossen worden, der die Tat als Selbstverteidigung bezeichnete. Der Junge hatte allerdings überhaupt keine Waffe bei sich - stattdessen Eistee und Süßigkeiten.

Zimmermann berief sich auf das umstrittene "Stand-your-ground"-Gesetz, das Bürgern erlaubt, bei "gefühlter Gefahr" im öffentlichen Raum tödliche Gewalt anzuwenden - und wurde zum Ärger vieler Bürger nicht verhaftet.

Der Fall hat landesweit für Aufsehen gesorgt. Auf Demonstrationen wird das Verhalten der Polizei kritisiert und eine Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung angeprangert. Auch die Spielervereinigung der NBA-Profis, die NBPA, meldete sich zu Wort: "Wir sind traurig und geschockt von dem tragischen Mord und schließen uns der landesweiten Forderung an, Zimmerman sofort festzunehmen."

Mittlerweile wachsen die Zweifel an Zimmermans Notwehr-Version. Die Grand Jury soll am 10. April klären, ob die Beweise ausreichen, um Anklage gegen den 28 Jahre alten Studenten zu erheben. Auch Präsident Barack Obama hatte sich geäußert: "Wenn ich an diesen Jungen denke, denke ich an meine eigenen Kinder."

bka/Reuters

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