Mick Schumacher "Papa ist der Beste"

RTL hat eine Dokumentation über Mick Schumacher gedreht. Darin spricht der Formel-3-Europameister über seine Anfänge im Motorsport, aber vor allem über das Verhältnis zu seinem Vater Michael.

Mick Schumacher
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Mick Schumacher


Mick Schumacher hat kein Problem damit, mit seinem Vater Michael verglichen zu werden. "Mein Papa ist der Beste, darum ist er auch mein Vorbild", sagt er in einer RTL-Dokumentation, die am Samstag (13 Uhr) vor dem Formel-1-Qualifying in Abu Dhabi ausgestrahlt wird.

In dem Film erinnert sich Mick Schumacher auch an seine Anfänge im Motorsport, als ihn sein Vater in ein Kart gesetzt hat. In Kerpen drehten sie auf der Kartbahn immer wieder ihre Runden, auch wenn die eigentlich geschlossen war. Und irgendwann habe sein Vater dann die Frage aller Fragen gestellt: "Willst du das jetzt professionell machen?"

Mick Schumacher wollte - und er scheint damit die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Er holte 2014 zwei zweite Plätze in der Kart-WM und zwei Jahre später auch zweite Plätze in der deutschen und der italienischen Formel 4.

Bisher kaum Interviews

In dieser Saison gewann Schumacher dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Saisonhälfte mit dem EM-Triumph in der Formel 3 seinen ersten größeren Titel. Es gilt als wahrscheinlich, dass er 2019 in die Formel 2 aufsteigt und dann in ein, zwei Jahren in die Formel 1 wechselt. Bei Experten gilt er jedoch nicht als Supertalent.

Dabei hatte Michael Schumacher einst den Wunsch geäußert, sein Sohn werde sich einmal für einen anderen Beruf entscheiden und somit auch den unvermeidlichen Vergleichen mit ihm, dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister, aus dem Weg gehen. "Ich hoffe, mein Sohnemann wird Tennisspieler, Golfspieler, irgendetwas - aber nichts, was Vater vorher gemacht hat", sagte Michael Schumacher im Jahr 2006.

Interviews hat Mick Schumacher bislang kaum gegeben. Mutter Corinna Schumacher und Managerin Sabine Kehm hatten sich bemüht, ihn von der Öffentlichkeit abzuschirmen - speziell seit dem schweren Unfall seines Vaters. Als Mick Schumacher im Kartsport fuhr, tat er das lange unter einem Pseudonym.

In der Dokumentation "Schumacher: Die nächste Generation" begleitet RTL auch Micks Cousin David Schumacher (17), Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher und "Rookie des Jahres" in der Formel 4, sowie Maximilian Günther. Der 21-Jährige war in diesem Jahr der einzige Deutsche in der Formel 2 und wechselt nun in die Formel E.

tbe/sid

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insgesamt 5 Beiträge
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spon-facebook-10000015195 23.11.2018
1. Lasst den Helden in Ruhe
Ich möchte gar keine Neuigkeiten von seinem Vater erfahren. Michael wird wohl nur noch ein Schatten seiner selbst sein nach dem Unfall. Er soll im Kreis seiner Familie in Ruhe sein Leben leben. Ich behalte Michael als einen der großen letzten Helden der Formel 1 in Erinnerung und das soll so bleiben.
Oberleerer 23.11.2018
2.
Die Promis bauen sich ja selber zum Promi auf, gehen den Weg in die Öffentlichkeit, um damit ihren Unterhalt zu bestreiten. Das hat natürlich, wie jede Art Broterwerb, auch Schattenseiten. Rosinenpickerei nennt man das, wenn man zwar das Geld mitnehmen will, aber nicht mehr liefert. Die Schumachers haben Geld kassiert für jeden Auftritt, jedes Fußballspiel und jedes Pressefoto. Jetzt will das Publikum natürlich wissen, wie es um die Gesundheit bestellt ist. Ich persönlich vermite mal, der Michael liegt seit Jahren im Koma. Das Gehirn war einfach zu lange unversorgt. Etwas anderes als "den Umständen entsprechend gut" hört man auch nicht. Der Mick kann jetzt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dann verblaßt vlt. auch das Interesse am Vater. Das jüngere Publikum hat die Helden des letzten Jahrtausends ohnehin schon vergessen.
Siggi_Paschulke 25.11.2018
3.
Die Kartbahn gehört doch den Schumachers?!
swandue 25.11.2018
4.
Zitat von Siggi_PaschulkeDie Kartbahn gehört doch den Schumachers?!
So konnte er drauf fahren, "auch wenn die eigentlich geschlossen war".
swandue 25.11.2018
5.
Zitat von OberleererDie Promis bauen sich ja selber zum Promi auf, gehen den Weg in die Öffentlichkeit, um damit ihren Unterhalt zu bestreiten. Das hat natürlich, wie jede Art Broterwerb, auch Schattenseiten. Rosinenpickerei nennt man das, wenn man zwar das Geld mitnehmen will, aber nicht mehr liefert. Die Schumachers haben Geld kassiert für jeden Auftritt, jedes Fußballspiel und jedes Pressefoto. Jetzt will das Publikum natürlich wissen, wie es um die Gesundheit bestellt ist. Ich persönlich vermite mal, der Michael liegt seit Jahren im Koma. Das Gehirn war einfach zu lange unversorgt. Etwas anderes als "den Umständen entsprechend gut" hört man auch nicht. Der Mick kann jetzt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dann verblaßt vlt. auch das Interesse am Vater. Das jüngere Publikum hat die Helden des letzten Jahrtausends ohnehin schon vergessen.
Seit dem Unglück auf der Skipiste kann man das Verhalten der Angehörigen und ihrer Berater nicht normal bewerten. Michael Schumacher hat eine Stufe erreicht, wo er nicht vergessen wird. Und ich glaube, die Erinnerung wird zusätzlich wachgehalten, wenn es eine nächste Generation gibt, die in der Öffentlichkeit steht und sogar in der gleichen Branche aktiv ist.
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