Mika Häkkinen "Gefesselt vom Motorsport"

In der kommenden Saison gibt der ehemalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen wieder Gas. Allerdings nicht in der Königsklasse des Motorsports, sondern in der DTM-Klasse. In einem Interview spricht der 36-jährige Finne über seine Rückkehr auf die Rennstrecken.


Mika Häkkinen: "Preisgeld, Pokale und Partys"
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Mika Häkkinen: "Preisgeld, Pokale und Partys"

Herr Häkkinen, Sie beenden 2005 ihre Auszeit und feiern in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft als Mercedes-Werksfahrer ein Comeback. Wann haben Sie sich zu diesem Schritt entschieden?

Mika Häkkinen: Die Sache ist erst am Abend vor der Vorstellung perfekt gemacht worden. Ich bin dann am Samstagmorgen von Monaco nach Stuttgart geflogen. Ich habe mich gefreut, nach 2001 wieder bei der Mercedes-Feier Stars und Cars dabei zu sein.

Wie kam es zu diesem Comeback?

Häkkinen: Wir hatten schon lange darüber gesprochen, dass ich gerne wieder ein DTM-Auto testen würde. Nach den Testfahrten haben wir dann angefangen, ernsthaft zu diskutieren. Ich habe das Gefühl, dass die DTM großartigen Sport in guten Autos bietet und es der richtige Weg ist, mein Leben im Motorsport fortzusetzen.

Haben Sie Sich als Privatmann nicht mehr wohl gefühlt? Hat Ihnen der Rennsport in den letzten drei Jahren gefehlt?

Häkkinen: Ich habe immer versucht, nicht mehr an den Rennsport zu denken, daran, dass dieser Sport mein Leben ist. Dann kam ich an den Punkt, es doch wieder zu versuchen, weil es in meinem Herzen, in meinem Blut liegt. Ich hatte viele andere Ideen, aber nichts hat mich so gefesselt wie der Motorsport.

Es gab auch Spekulationen um eine Rückkehr in die Formel 1. Wie ernsthaft waren die Gerüchte?

Häkkinen: Wenn ich wieder einen Job in der Formel 1 wollte, würde ich ihn auch bekommen - vielleicht als LKW-Fahrer! Im Ernst: die DTM war die richtige Entscheidung für mich, eine neue Herausforderung. Es gab viele Gründe, die für die DTM und gegen die Formel 1 sprachen. Mehr kann ich darüber aber im Moment nicht sagen.

Wie lange läuft Ihr Vertrag?

Häkkinen: Über Vertragsinhalte kann ich nicht sprechen. Aber wenn ich mal graue Haare habe, dann war es lange.

Was erwarten Sie von der DTM?

Häkkinen: Viel Preisgeld, Pokale und Partys! Mal ehrlich: Ich habe schon viele DTM-Rennen im Fernsehen gesehen und mit vielen Leuten gesprochen. In der DTM geht es entspannter und nicht so ernst zu wie in der Formel 1. Obwohl es immer ernst wird, wenn es um Siege geht. Aber es geht auch um die Unterhaltung der Fans. Ich will im ersten Jahr so gut mithalten wie möglich. Der Wettbewerb in der DTM ist sehr eng, es gibt erfahrene Piloten und junge Talente. Ein Fehler in der Qualifikation kann dich schon fünf oder sechs Plätze kosten. Man muss sehr präzise und konstant fahren.

Haben Sie Angst davor, dass Ihnen der Umstieg wie zuletzt Heinz-Harald Frentzen schwer fallen könnte? Haben Sie schon mit ihm oder Jean Alesi gesprochen?

Häkkinen: Nein, ich habe mit Ihnen nicht gesprochen. Jean wird mir aber sicher ein paar Tipps geben. Wie schwer es für mich wird, hängt nur davon ab, wie hart ich im Winter arbeite. Ich muss mit den Füßen auf dem Boden bleiben und komme nicht mit der Einstellung, hallo, ich bin Formel-1-Weltmeister.

Aufgezeichnet von Thomas Straka, sid



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