Mixed Zone Affäre um Dopingproben abgeschlossen, Tennis-Damen müssen zittern

Ein Dopingkontrolleur im Handball ist wegen der Manipulation von Urinproben verurteilt worden. Im Federation-Cup-Match der Tennis-Damen steht es Unentschieden. Außerdem: Die Yacht "Neutrogena" hat beim Barcelona World Race Probleme. Skispringer Severin Freund beweist seine starke Form.

Affäre um Urinproben: Kontrolleur ist verurteilt worden
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Affäre um Urinproben: Kontrolleur ist verurteilt worden


Hamburg - Die Dopingaffäre um manipulierte Urinproben im Frauen-Handball ist juristisch abgeschlossen. Das Amtsgericht Mannheim hat einen Kontrolleur wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Seine Schwester, mit deren Urin die Proben vor gut einem Jahr gefälscht worden waren, erhielt wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu zehn Euro. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) mit. Die Geschwister hatten 2009 Urinproben aus der Begegnung der 2. Bundesliga Süd zwischen TuS Metzingen und der HSG Bad Wildungen sowie dem Frauen-Pokalspiel des FSV Mainz gegen DJK/MJC Trier im Januar 2010 manipuliert.

Bei der vergleichsweise milden Strafe berücksichtigte das Gericht laut Verband, dass auf die Verurteilten hohe Verfahrenskosten zukommen und die Firma Serco als ehemaliger Arbeitgeber hohe Schadensersatzforderungen stellt. An den Straftatbeständen waren weder Sportler noch Vereine oder Sportverbände aktiv beteiligt. Dem DHB waren die Kosten und der Schaden in Höhe von 6000 Euro bereits im vergangenen Jahr ersetzt worden.

Die deutschen Tennis-Damen bangen um den Einzug in ein Aufstiegsspiel zur Weltgruppe der besten acht Nationen. In der Partie bei Außenseiter Slowenien steht es nach dem ersten Tag 1:1. Die Weltranglisten-24. Andrea Petkovic sorgte am Samstag in Maribor beim 6:3, 6:4 gegen Außenseiterin Masa Zec-Peskiric mit einiger Mühe für die Führung. Danach verlor Julia Görges 5:7, 4:6 gegen Sloweniens Spitzenspielerin Polona Hercog durch. Am Sonntag trifft Petkovic zunächst auf Hercog, danach spielt Görges gegen Zec-Peskiric, zum Abschluss folgt das Doppel.

Severin Freund hat seine Top-Form mit dem vierten Rang beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf eindrucksvoll unterstrichen. Der 22-Jährige aus Rastbüchl sprang am Samstag 205,5 und 190,5 Meter weit und verpasste nur knapp seinen fünften Podestplatz in dieser Saison. Den Sieg sicherte sich der Österreicher Martin Koch mit Weiten von 214,5 und 210,5 Metern. Zweiter wurde der Norweger Tom Hilde, Dritter Gregor Schlierenzauer aus Österreich. Freunds Vereinskollege Michael Uhrmann belegte nach Sprüngen auf 202,5 und 194,5 Meter den 8. Platz.

Der deutsche Segler Boris Herrmann und sein amerikanischer Co-Skipper Ryan Breymaier haben bei der Weltumsegelung Barcelona World Race einen Unfall erlitten. Nach einem Wassereinbruch lief ihre Yacht "Neutrogena" im Südpolarmeer aus dem Ruder. Dabei verlor die Crew ein wichtiges Segel, das erst nach einstündiger Suche gefunden wurde. Mehrere hundert Liter Wasser drangen in das Boot ein. Ursache war ein geplatztes Kohlefaserrohr, das inzwischen abgedichtet wurde. Die "Neutrogena" liegt nach einem Drittel der Regatta auf Platz sieben. 12 der 14 gestarteten Yachten sind noch im Rennen. Spitzenreiter ist die französische "Virbac-Paprec 3". Die ersten Yachten werden Ende März im Start- und Zielhafen Barcelona erwartet.

Kevin Love von den Minnesota Timberwolves wird den chinesischen Basketball-Superstar Yao Ming beim Allstar-Game der nordamerikanischen Profiliga NBA am 20. Februar in Los Angeles ersetzen. NBA-Commissioner David Stern entschied sich für den Debütanten, der vom verletzungsbedingten Ausfall Yao Mings profitiert. Der Center der Houston Rockets hatte sich im Dezember eine Stressfraktur im Knöchel zugezogen und muss nach einer Operation um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Dennoch wählten die Fans den 2,29 Meter großen Spieler, der wegen seiner Probleme mit dem linken Fuß die komplette vergangene Saison versäumt hatte, ins Allstar-Aufgebot.

Die zweite Runde des PGA-Turniers in Scottsdale in Arizona ist wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Der Münchner Alex Cejka wurde nach dem zehnten Loch gestoppt und liegt mit einem Schlag unter Par auf dem geteilten 63. Platz. Die erste Runde hatte der 40-Jährige auf dem Par-71-Kurs bei frostigen Temperaturen mit einer 68 beendet. Im Zwischenklassement teilen sich die beiden Amerikaner Mark Wilson und Tommy Gainey die Führung mit jeweils elf Schlägen unter Par. Die zweite Runde soll am Samstag zu Ende gespielt werden, der Sieger wird erst nach dem Wochenende gekürt.

Bei den Katar Open in Doha hat sich Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer am dritten Tag mit einer 68er-Runde zurückgemeldet. Zwei Wochen nach seinem Saisondebüt-Sieg in Abu Dhabi verbesserte sich der Weltranglisten-Zweite am Samstag vom 57. auf den 28. Rang. Marcel Siem fiel dagegen auf den 71. Platz zurück. Die Führung vor dem Finale eroberte der Däne Thomas Björn.

aha/sid/dpa



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