Mixed Zone Bachmann siegt vor Hauswald, Bauermann will Nowitzki für EM

Doppelerfolg: Tina Bachmann und Simone Hauswald haben beim Biathlon-Weltcup in Chanty-Mansijsk im Sprintwettbewerb die Plätze eins und zwei belegt. Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann will Dirk Nowitzki von einer EM-Teilnahme überzeugen.


Hamburg - Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann hat die Hoffnung auf eine Teilnahme von NBA-Star Dirk Nowitzki an der Basketball-EM in Polen (7. bis 20. September) noch nicht aufgegeben. Am 3. April wird Bauermann nach Dallas reisen, um den 30-Jährigen, der nach den Sommerspielen in Peking eine Länderspielpause angekündigt hatte, zu überzeugen. "Doch eine Entscheidung wird vermutlich erst im Sommer fallen", sagte der DBB-Coach. Neben Nowitzki soll auch Center Chris Kaman von den Los Angeles Clippers, der nach einer langen Verletzungspause langsam zu alter Form findet, als Stütze einer stark verjüngten Mannschaft fungieren.

Dirk Nowitzki: Besuch vom Bundestrainer
AP

Dirk Nowitzki: Besuch vom Bundestrainer

Bei der Suche nach Verstärkungen für das Nationalteam habe der Deutsche Basketball Bund (DBB), so Bauermann, vom Versuch der Einbürgerung der beiden NBA-Profis Donte Greene von den Sacramento Kings und Joel Przybilla von den Portland Trail Blazers endgültig Abstand genommen. "Bei Joel hat es weder vom Spieler noch vom Verein eine Bereitschaft gegeben", sagte Bauermann über den Center, dessen Familienzweig mütterlicherseits deutsch ist. Auch bei Flügelspieler Greene, der in München geboren wurde und sowohl einen deutschen als auch amerikanischen Pass besitzt, seien die Signale aus den USA negativ gewesen.

Sensationssiegerin Tina Bachmann und Vizeweltmeisterin Simone Hauswald haben beim Biathlon-Weltcup in Chanty-Mansijsk für einen deutschen Doppeltriumph gesorgt. Die 22-jährige Bachmann lag im Sprint über 7,5 Kilometer 3,7 Sekunden vor ihrer Teamkollegin und feierte bei ihrem dritten Weltcup-Start den ersten Sieg. Magdalena Neuner wurde hinter der Schwedin Anna Carin Olofsson Vierte. Weltcup-Spitzenreiterin Helena Johnsson aus Schweden verteidigte ihre Führung in der Gesamtwertung mit knappen 11 Punkten vor Verfolgerin Kati Wilhelm, die diesmal nur 20. wurde. Jonsson gewann dank ihres 19. Platzes den Sprint-Weltcup vor Magdalena Neuner. Am Donnerstag hatte bereits Arnd Peiffer im Männer-Sprint den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert.

Der Olympia-Dritte Stefan Nimke hat bei der Bahnrad-WM im polnischen Pruszkow die Goldmedaille im Zeitfahren über 1000 Meter gewonnen. Der Schweriner legte in 1:00,666 Minuten die schnellste Zeit auf das Holzoval hin und holte damit bei der Rückkehr zu seiner alten Spezialdisziplin auf Anhieb den Titel. Die Plätze zwei und drei belegten der Amerikaner Taylor Phinney (1:01,611) und Mohd Rizal Tizin aus Malaysia (1:01,658). Michael Seidenbecher aus Erfurt (1:03,479) landete auf dem 16. Platz.

Die schwedische Yacht "Ericsson 3" hat die fünfte Etappe des Ocean Race gewonnen. Skipper Magnus Olsson und seine Crew absolvierten die mit 12.300 Seemeilen längste Etappe in der 36-jährigen Geschichte des Rennens um die Welt von Qingdao (China) nach Rio de Janeiro (Brasilien) in 40 Tagen, 5 Stunden, 37 Minuten und 57 Sekunden.

Zweiter wurde das Schwesterschiff "Ericsson 4" mit dem brasilianischen Skipper und zweimaligen Olympiasieger Torben Grael. Dessen Team führt auch die Gesamtwertung der zehnten Jubiläumsausgabe des Meeres-Marathons vor der US-Yacht Puma mit Skipper Ken Read und dem einzigen deutschen Teilnehmer Michael Müller aus Kiel an. Das Ocean Race endet nach insgesamt zehn Etappen und sieben Hafenregatten in der letzten Juniwoche in St. Petersburg.

Der Handball-Weltverband IHF will unabhängige Doping-Trainingskontrollen zulassen und damit den Verpflichtungen des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada nachkommen. "Wir haben wieder die Freiheit, normal arbeiten zu können. Das konnten wir ein Jahr lang nicht. Uns steht jetzt das notwendige Budget zur Verfügung", sagte Hans Holdhaus, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission der IHF. Der Österreicher hatte Verstöße gegen den Wada-Code angeprangert und deshalb zuletzt mit seiner Kollegin Inge-Lis Kanstrup aus Dänemark die Arbeit ruhen lassen.

Der US-Amerikaner Evan Lysacek hat bei der Eiskunstlauf-WM in Los Angeles im Herren-Wettbewerb die Goldmedaille gewonnen. Bei seinem ersten Titelgewinn verwies der neue Champion mit 159,53 Punkten den Kanadier Patrick Chan (155,03 Punkte) auf den zweiten Platz. Bronze ging mit 151,57 Zählern an den nach dem Kurzprogramm führenden Ex-Weltmeister Brian Joubert aus Frankreich. Der Deutsche Meister Peter Liebers (Berlin) hatte als 25. im Kurzprogramm das Kür-Finale verpasst.

mti/ulz/sid/dpa



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