Mixed Zone Bauermann nur noch Bayern-Coach, Kölliker trainiert DEB-Team

Dirk Bauermann gibt die Verantwortung für die Nationalmannschaft ab und wird nur noch die Basketballer des FC Bayern trainieren. Jakob Kölliker wird Nachfolger von Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp. Außerdem: Tennisprofi Daniel Köllerer darf seinen Beruf nicht mehr ausüben.

Basketball-Coach Bauermann: Konzentration auf den FCB
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Basketball-Coach Bauermann: Konzentration auf den FCB


Hamburg - Bundestrainer Dirk Bauermann ist ab dem 1. Oktober nur noch Cheftrainer von Bundesliga-Aufsteiger FC Bayern München. Dies teilte der Deutsche Basketball Bund (DBB) nach einem Gespräch der Spitzenvertreter des DBB mit. Beide Seiten ließen sich jedoch die Option offen, Bauermann wieder als Bundestrainer arbeiten zu lassen, sollte sich die deutsche Auswahl für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren. Die Funktionäre haben vereinbart, sich nach Ende der Europameisterschaft in Litauen (31. August bis 18. September) "mit allen Beteiligten im Hinblick auf die mögliche Olympia-Teilnahme 2012 zu beraten".

Das Regelwerk erlaubt nicht, dass eine Person die Doppelfunktion als Bundesliga-Coach und Nationaltrainer ausüben darf. Um Bauermann gab es deshalb seit Monaten Streit, nun fand man eine Kompromisslösung, die dem 53-Jährigen nicht alle Möglichkeiten verbaut. Falls sich Bauermann mit dem deutschen Team nicht für Olympia qualifiziert, ist seine Bundestrainer-Karriere zumindest vorerst vorbei.

Der Schweizer Jakob Kölliker wird neuer Eishockey-Bundestrainer. Der 58-Jährige tritt damit die Nachfolge von Uwe Krupp an. Das bestätigte Uwe Harnos, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Weitere Details, zum Beispiel zur Vertragsdauer, will Harnos erst am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in München bekannt geben. Kölliker war im Schweizer Nationalteam Assistenzcoach von Ralph Krueger, der lange als Nachfolger von Krupp favorisiert worden war. Krupp wechselte nach der vergangenen WM zu den Kölner Haien.

Der österreichische Tennisprofi Daniel Köllerer ist wegen Spielmanipulation in drei Fällen lebenslang gesperrt worden. Zudem muss der Weltranglisten-385. eine Geldstrafe von umgerechnet rund 70.000 Euro zahlen und darf auch als Trainer nicht mehr auf die Profitour zurückkehren. Die Entscheidung teilte das Tennis Integrity Unit (TIU), eine vom Weltverband ITF und den Spielergewerkschaften ATP und WTA eingerichtete Antikorruptions-Behörde, am Dienstag mit. Der 27-Jährige erhielt die Strafe nach eineinhalb Jahre andauernden Ermittlungen. Köllerer wird beschuldigt, ein Match mit eigener Beteiligung sowie zwei weitere Partien manipuliert zu haben. Die ehemalige Nummer 55 der Welt kann gegen das Urteil Einspruch einlegen.

Titelverteidiger Alberto Contador wird bei der Tour de France starten können. Der spanische Radprofi, der während der Tour im Jahr 2010 positiv auf Clenbuterol getestet worden war, muss sich erst vom 1. bis 3. August und damit nach der diesjährigen Tour vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas verantworten. Den neuen Termin teilte der Cas am Dienstag mit, nachdem die eigentlich für den 6. bis 8. Juni vorgesehene Anhörung in der vorigen Woche verschoben worden war.

Basketball-Bundesligist EWE Baskets Oldenburg hat sich von seinem Center Christopher McNaughton getrennt. Der Club war mit dem 28-Jährigen im Playoff-Viertelfinale gegen Alba Berlin ausgeschieden und plant für die kommende Saison mit dem 23-jährigen Robin Smeulders. "In Smeulders haben wir einen starken, jungen Spieler im Kader, der bereit ist für den nächsten Schritt", sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller. McNaughton nimmt im Juni an einer Leistungstests der deutschen Nationalmannschaft teil und hofft, den Sprung in den Kader für die Europameisterschaft in Litauen zu schaffen.

Spielmacher Jamison Brewer dagegen bleibt Oldenburgs Ligakonkurrenten Eisbären Bremerhaven erhalten. Der 30 Jahre alte US-Profi erhielt nach Angaben des Vereins einen neuen Einjahresvertrag. Der vor einem Jahr vom ukrainischen Erstligisten BC Odessa verpflichtete Brewer ist nach Flügelspieler Torrell Martin der zweite Spieler, der für die kommende Saison unterschrieben hat.

Gabor Ancsin verlässt den Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen und wechselt zum ungarischen Vizemeister SC Pick Szeged. Die Löwen sicherten sich jedoch eine Kaufoption ab dem 1. Juli 2013 für den 20-Jährigen. Ancsin war 2009 vom ungarischen Club Dunaferr SE zu den Löwen gekommen und per Zweitspielrecht in der zweiten Liga bei der TSG Friesenheim zum Einsatz gekommen, mit der er im folgenden Jahr den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Nun soll Ancsin bei Pick Szeged internationale Erfahrung sammeln.

ged/klu/dpa/sid



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