Mixed Zone Baumann vor Comeback, deutsche Fechter verpassen Medaille

Die deutschen Säbelherren und Florettdamen sind bei der Fecht-Europameisterschaft in Gent ausgeschieden. Dieter Baumann wagt sich wieder an einen Marathon. Hochspringer Eike Onnen hat seine Jahres-Weltbestmarke verloren.


Hamburg - Die deutschen Säbelherren mussten heute ihre Medaillenträume begraben und sind bei der Fecht-Europameisterschaft im belgischen Gent im Viertelfinale gescheitert. Das Quartett mit Nicolas Limbach und Benedikt Beisheim, Dennis Bauer sowie Björn Hübner verlor am Vormittag gegen den WM-Dritten Russland mit 32:45 Treffern. Zuvor hatten die deutschen Fechter Großbritannien 45:16 besiegt. Nach der Niederlage gegen Russland kämpft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Rieg nur noch um die Plätze fünf bis acht. "Die Russen waren einfach besser. Mit einem Posdniakow und einem Jakimenko sind sie immer die Favoriten. Ich sage voraus, dass die Russen in dieser Form Europameister werden", sagte Rieg. Der nächste Gegner des deutschen Quartetts ist Ungarn.

Will bald wieder laufen: Dieter Baumann
REUTERS

Will bald wieder laufen: Dieter Baumann

Auch für die deutschen Florettdamen war im Viertelfinale Endstation. Das deutsche Quartett unterlag Russland 33:39. Nach sieben von neun Gefechten hatte das Team noch 23:20 in Führung gelegen. Nun kämpft die Mannschaft um die Plätze fünf bis acht.

Olympiasieger Dieter Baumann plant sein Comeback: Vier Jahre nach seinem Karriereende plant der 42-Jährige am 28. Oktober beim Frankfurt-Marathon zu starten. Baumann war vor fünf Jahren beim Hamburg-Marathon gescheitert und hatte seine Karrierepläne über die Marathon-Distanz wieder aufgegeben. "Das ist ein Experiment, ein spannendes, reizvolles Projekt für mich, das schon seit Längerem in meinem Kopf herumspukt", sagte Baumann heute in Frankfurt. Ein beendeter Marathon sei das, was ihm "noch fehlt".

Deutschlands Hochsprung-Hoffnung Eike Onnen aus Hannover hat am Mittwoch beim EAA-Meeting der Leichtathleten im spanischen Salamanca seine Jahres-Weltbestmarke verloren. Donald Thomas von den Bahamas übersprang 2,35 Meter. Thomas hatte bisher zusammen mit Onnen, Hallen-Weltmeister Jaroslaw Rybakow und dem Hallen-WM-Zweiten Andrej Tereschin (beide Russland) mit jeweils 2,34 Meter die Spitzenposition behauptet. Für einen deutschen Sieg sorgte Tina Kron. Die Saarbrückerin schlug über 400 Meter Hürden Lucimar Teodoro (Brasilien/56,38), verfehlte in 56,35 Sekunden jedoch persönliche Bestzeit (56,10) und WM-Norm (55,60). Beim Stabhochsprungsieg der Russin Tatjana Polnowa (4,60) wurde Nastja Ryshich mit 4,30 Meter Vierte vor Martina Strutz (Schwerin/4,30) und Schwester Lisa Ryshich (beide Ludwigshafen/4, 20).

weh/dpa/sid



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