Mixed Zone Biedermann mit Weltrekord, Waldenfels bleibt Präsident

Überraschung in Berlin: Paul Biedermann hat beim Schwimm-Weltcup eine acht Jahre alte Rekordmarke von Ian Thorpe geknackt. Der Franzose Yvan Muller gewann die Tourenwagen-WM. Die Mitglieder des Deutschen Tennis Bundes haben Georg von Waldenfels für drei weitere Jahre ins Präsidentenamt gewählt.


Hamburg - Paul Biedermann hat beim Weltcup-Finale der Schwimmer auf der Kurzbahn überraschend einen Weltrekord über 200 Meter Freistil aufgestellt. Der 22-Jährige schlug am Sonntag in Berlin nach 1:40,83 Minuten an. Damit verbesserte Biedermann die acht Jahre alte Bestmarke des Australiers Ian Thorpe um 27 Hundertstelsekunden. Im Anschluss schwamm Randell Bal aus den USA über 50 Meter Rücken ebenfalls einen Weltrekord. Bal schlug am Sonntag nach 22,87 Sekunden an und verbesserte die erst drei Tage alte Bestmarke seines Landsmanns Peter Marshall um 18 Hundertstelsekunden. Es war der elfte Weltrekord dieser Kurzbahn-Saison.

Schwimmer Biedermann: Weltrekord bei Kurzbahn-WM
REUTERS

Schwimmer Biedermann: Weltrekord bei Kurzbahn-WM

Seat-Werksfahrer Yvan Muller hat beim Saisonfinale der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Macau (China) souverän den Titel gewonnen. Dem 39-jährigen Franzosen genügte im ersten der beiden Sprintrennen ein dritter Platz, da sein Teamkollege und letzter Widersacher, der frühere Formel-1-Pilot Gabriele Tarquini aus Italien, nicht über Rang sieben hinauskam. Im zweiten Rennen, bei dem Tarquini nach einem Unfall vorzeitig ausschied, wurde Muller hinter dem Briten Robert Huff im Chevrolet Lacetti Zweiter. Dessen Teamkollege Alain Menu hatte Lauf eins gewonnen, Chevrolet feierte damit den zweiten Doppelsieg in diesem Jahr. Seat hatte sich bereits bei der vorletzten Saison-Veranstaltung in Okayama/Japan den Titel in der Herstellerwertung gesichert.

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat bei ihrer ersten EM-Teilnahme seit 1981 einen Fehlstart hingelegt. Das Team von Bundestrainer Rudolf Finsterer verlor in Madrid vor 10.000 Zuschauern gegen Spanien 11:22 (8:16). Thorsten Wiedemann erzielte durch einen Versuch und zwei Straftritte alle Punkte für das deutsche Team, das in seinem zweiten Spiel am 7. Februar auf WM-Teilnehmer Georgien trifft. "Wir müssen die Chancen, die wir uns erarbeiten, auch in Punkte ummünzen. International hat man eben nicht 20 Chancen, sondern nur drei. Und die muss man nutzen", sagte Finsterer.

Trotz eines Verlustes von über zwei Millionen Euro im Jahr 2007 und der Krise um das ATP-Turnier in Hamburg bleibt Georg von Waldenfels Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Waldenfels wurde auf der 60. DTB-Mitgliederversammlung in Hamburg ohne Gegenkandidaten für drei weitere Jahre im Amt bestätigt. Der 64-Jährige erhielt bei der Wahl 90 der insgesamt 115 Delegiertenstimmen. Mit von Waldenfels wurde das gesamte bisherige Präsidium bestätigt.

Zuvor erteilte Hamburgs Sport- und Kultursenatorin Karin von Welck den Hoffnungen des DTB auf finanzielle Unterstützung der Stadt für das ATP-Turnier in der Hansestadt eine Absage. "Große Veranstaltungen wie die Ihre müssen sich in erster Linie selbst tragen", erklärte die Senatorin, "wir können vor allem ideelle Hilfe leisten." DTB-Schatzmeister Ulrich Kroeker musste in seinem Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2007 einen Verlust von insgesamt rund 2,3 Millionen Euro einräumen. Das Präsidium wurde dennoch von der Versammlung entlastet.

mti/jar/sid/dpa

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