Mixed Zone Bonn patzt, Subaru steigt aus

Pleite gegen den Underdog: Die Bonner Basketballer unterlagen beim bisher sieglosen Team aus Nikosia. Subaru beendet sein Engagement im Rallyesport - als Folge der Finanzkrise. Zwei weitere Radsport-Teams bekommen eine ProTour-Lizenz für 2009, ein US-Baseballer jede Menge Geld.


Hamburg - Die Telekom Baskets Bonn müssen in der EuroChallenge um die Teilnahme an den Playoff-Spielen bangen. Der Tabellenführer der Basketball-Bundesliga verspielte am Dienstag im Vorrundenspiel der Gruppe B bei Keravnos Nikosia mit einer 64:73 (25:38)-Niederlage seine gute Ausgangsposition. Gegen den bisher sieglosen Meister Zyperns konnten die Bonner trotz der Treffsicherheit von Ken Johnson (21 Punkte) nicht an die bisher guten Leistungen anknüpfen und fielen in ihrer Gruppe auf Rang drei zurück. Damit steht das Team im nächsten Spiel am 7. Januar daheim gegen Ural Great Perm und knapp eine Woche später in Toulon unter Zugzwang. Nur die beiden besten Teams qualifizieren sich für die nächste Runde.

Subaru-Team: Rückzug aus dem Rallye-Sport
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Subaru-Team: Rückzug aus dem Rallye-Sport

Einen Tag nach dem japanischen Konkurrenten Suzuki ist auch der frühere Weltmeister Subaru wegen der weltweiten Wirtschaftskrise aus der Rallye-WM ausgestiegen. Das gab der Automobilkonzern auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt. "Unser Geschäftsumfeld hat sich dramatisch verändert wegen des schnellen Abschwungs der weltweiten Wirtschaft", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit sind 2009 nur noch Markenchampion Citroen und Ford mit Werksautos in der WM vertreten.

Der Radsport-Weltverband UCI hat zwei weiteren Teams und zwei Veranstaltungen die ProTour-Lizenz für die Radsportsaison 2009 erteilt. Die Rennställe Euskaltel-Euskadi (Spanien) und Bbox Bouygues Telecom (Frankreich) erhöhen die Zahl der lizensierten Teams, zu denen bereits das deutsche Team Milram zählte, auf 18. Der Kreis der Veranstaltungen mit UCI-Zulassung wächst durch die Flandern-Tour (Belgien) und das Amstel Gold Race (Niederlande) auf 14. Vier der 18 Teams haben bisher nur eine Lizenz für 2009, sieben weitere für 2010, vier bis 2011, Garmin-Slipstream (USA) und Rabobank (Niederlande) sogar bis 2012. Bei den Veranstaltungen haben vier von 14 nur eine Lizenz fürs kommende Jahr, die anderen zehn bis 2012.

Baseball-Star CC Sabathia hat bei den New York Yankees einen Sieben-Jahres-Vertrag über 161 Millionen Dollar unterschrieben und steigt damit zum bestbezahlten Pitcher (Werfer) in der Geschichte der amerikanischen Major League Baseball auf. Der 28-Jährige hatte die Milwaukee Brewers in der vergangenen Saison dank seiner Wurfleistung erstmals seit 1982 wieder in die Playoffs geführt. Mit 23 Millionen Dollar pro Saison löst Sabathia Johan Santana, der beim Stadtkonkurrenten Mets 22,9 Millionen Dollar pro Saison verdient, an der Spitze der Geldrangliste ab.

Der Deutsche Ruderverband (DRV) und sein Sportdirektor Michael Müller gehen nach der Olympiapleite von Peking getrennte Wege. "Ich habe in den vergangenen Jahren meinen Beitrag geleistet", sagte Müller. "Die Trennung erfolgt unabhängig von den Ereignissen in Peking. Ich habe dem DRV viel zu verdanken." Müller war seit 1997 als Sportdirektor tätig gewesen. Unter seiner Leitung hatte die deutsche Mannschaft in China erstmals seit 52 Jahren kein Olympiagold gewonnen.

jok/sid/dpa



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